Yeti-Track

Es riecht nach Schnee

Tag 2 in Rumänien! Verena und Karl mussten wir tatsächlich in Vatra Moldovitei zurück  lassen. Nach einer kleinen Erholungspause, wollten sie die Heimfahrt* mit den Motorrädern antreten.

Und der Rest der Truppe war voll motiviert, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Zuerst ein bisschen Asphalt, dann ein bisschen Schotter, dann wieder Asphalt, Off-road-Asphalt bis zum Cariera de sulf la Retis Calimani und dann ging es weiter die schottrige Bergstraße hinauf bis den MAD(E) FOR SCHOTTER – Fahrern scheinbar der Schnee den Weg versperrte. Was nun? Wie eben so üblich bei einer Scouting-Tour wurde das Gelände gründlich analysiert und das Risiko abgewogen. Ein Teil der Truppe hatte bereits am Vortag eine sehr schwierige Stelle mit Schnee und steilen Abhängen bravourös gefahren. Die erste Passage schien daher passierbar. Vorsichtig rollte eine Maschine nach der anderen an der schmalen schneefreien Straßenkante entlang. Alle waren gut auf der anderen Seite des Schneefeldes angekommen.  Der weitere Straßenverlauf war zwar steinig, aber nicht ungewöhnlich für die Off-Road-Profis mit den Big Enduros.

Doch dann plötzlich ein weiters Schneefeld, das die ganze Strasse über mehrere Meter versperrte. Wieder wurde analysiert und abgewogen. Gemeinsam könnten wir es schaffen, wenn wir mit Seilen gesichert eine Maschine nach der anderen langsam rüber ziehen. Der weitere Weg sollte ja laut unserer Erkundigungen schneefrei sein. Das Gepäck musste abgenommen werden, um das Gewicht und die Breite der Enduros zu reduzieren. Wir konnten ja nur mit unseren Füßen einen Pfad austreten. Schaufel hatten wir keine. Horst hatte genügend Seile dabei, um die Maschinen zu sichern und ziehen zu können, hangabwärts eine Menschenkette, um die Fahrzeuge zu stützen. So müsste das gehen, alle packten an! Zuerst wurden die leichten Maschinen rüber gebracht, damit der Pfad breiter wurde und zuletzt zogen wir die großen Böcke vorsichtig über den Schnee. Eine schweißtreibende Angelegenheit. Alle Bikes waren drüben. Alles wieder aufgeladen und weiter höppelten wir die steinige Straße hoch, die zur Wetterstation Retitis auf 2021 m führte. Nebel fiel langsam ein, was die Fahrt nicht grade einfacher machte.

Und was war das? Nach ein paar Metern noch ein Schneefeld! Da hatte scheinbar ein Geländefahrzeug schon versucht drüber zu kommen. Mit großen Steinen war ein Stück lang eine Spur markiert. Aber ist der Schnee hart genug, dass wir mit den schweren Maschinen drüber kommen? Oder schaffen wir es eine Spur auszufahren?  Immerhin lag das Durchschnittsgewicht je nach Modell zwischen 230 und 300 Kilo. Zurück wollten wir nicht mehr! Also wieder die Seile ausgepackt! An der Stelle gab es wenigstens keinen steilen Abhang. Diesmal kamen zuerst die schweren Enduros dran, damit wir uns zum Boden durchackerten, um den Weg für die  leichteren Bikes frei zu bekommen. Ganz vorsichtig und mit wohl dosiertem Gas ging es Meter um Meter über den Schnee. Geschafft! Alle „Schneemobile“ sicher auf der anderen Seite und schon war das nächste Schneefeld in Sichtweite. Oh Yeti! Glück gehabt, das konnten wir über die Wiese umfahren. Und dann ging es ziemlich schottrig den Track, der einem ausgewaschenem Flußbett glich, runter ins Tal – alles kein Problem für MAD(E) FOR SCHOTTER – Fahrer. 🙂

Was für ein Tag!

Das Sozia-Leben kann ziemlich schwer sein!

 

 

 

 

 

 

*Alle sind mittlerweile gut und wohl behalten zuhause in Österreich angekommen.

Ein Gedanke zu „Yeti-Track

  1. Brigitte u Zoltan BALOGH

    Freue mich, daß ihr wieder gut in Österreich angekommen seid, nach diesem abenteuerlichen Ritt.
    LG Brigitte u Zoltan

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