Goldrausch-Track

Wir schauen uns das an!

Tag 5 in Rumänien. Zurück im Apuseni-Gebirge, wollten wir einen ganz speziellen Track erkunden. Bereits die Römer hatten sich hier her verirrt, um nach kostbaren Bodenschätzen zu suchen. Uns ist zu Ohren gekommen, dass hier in Rosia Montana (zu deutsch Goldbach) angeblich die größten Gold- und Silbervorkommen Europas lagen. Das wollten wir genauer wissen. Der Duft von Akazien lag in der Luft. Wir passierten Stroh gedeckte Hütten. Die Menschen, die wir antrafen waren zwar uralt, aber sie schienen zufrieden mit dem was sie hatten. Für uns eine Zeitreise in die Vergangenheit, die einen Hauch von ländlicher Idylle vermittelte. Glückliches Vieh weidete auf den saftigen grünen Wiesen! Aber der Schein trügte gewaltig.

Wir meanderten in Richtung Goldmine. Dabei kamen wir zwangsläufig an einem wunderbar türkisfarbigen Stausee vorbei. Die Kirche spiegelte sich im Wasser. Ein paar 100 m weiter jedoch verwandelte sich der See in eine graue schlammige Masse. Es sah aus wie nach einem Vulkanausbruch, der ein ganzes Dorf verschüttet hatte und nur noch die Spitze des Kirchturms war zusehen. Was war hier tatsächlich passiert? Man kann es kaum glauben, das sind die Folgen des modernen „Goldrausches“ von geldgierigen Konzernen. Das im Tagbau abgebaute goldhaltige Gestein wird mit giftigem Natriumcyanid ausgewaschen und die Abfallprodukte werden einfach in das Tal abgeleitet – eine unglaubliche Umweltkatastrophe, was hier geduldet wird. Wir waren einfach sprachlos über der vorgefundene verantwortungslose Sauerei der Goldcompany und der Regierung.

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