Heading South

Glen Douglas

Unsere beiden quasi Ruhetage hatten wir mit ein paar Kilometern verbraten. Jetzt werden nochmals richtig Meilen in Schottland gemacht, bitterer Beigeschmack, der Urlaub geht langsam zu Ende. Wir müssen uns auf den Heimweg machen.

Auf der Reise haben wir schon viel von den schottischen Clans gehört und gelesen. Die Campbells besuchen wir am Weg in den Süden des Landes nochmals in ihrem Schloß in Inverary. Das Schloß ist Wohnsitz des Dukes of Argyll der gleichzeitig der aktuelle Clan-Chef ist. Weltweit fühlen sich 13 Millionen Menschen dem Campbell-Clan zugehörig, so steht es zumindest im Prospekt. Die Dukes of Argyll gehörten seit 1701 dem schottischen Adelsstand und seit 1892 auch dem englischen Adelsstand an. Dieser Umstand räumte  ihnen im Laufen der Geschichte eine besondere Machtstellung ein.

Der Regen hatte uns an diesem Reisetag mächtig im Griff. Aber was soll‘s, wir mussten weiter. Die Route führte weiter zum Loch Lomond über das Glen Douglas (tröstlich wenigstens eine tolle Fahrstrecke). Leider haben wir nicht viel von der schönen Landschaft um Loch Lomond gesehen. Die Regenwolken hingen zu tief und hielten sich den ganzen Tag, egal wie weit wir in südlicher Richtung unterwegs waren. Coole 12 Grad zeigte das Thermometer. Die Setenkoffer waren leicht bepackt, weil ich ziemlich viele Schichten an hatte. Bei Culzean Castle waren wir dann so durchgefroren, dass dringend eine heiße Suppe und ein Kakao her musste. Zu lange saßen wir in der warmen Stube, so dass wir regelrecht den letzten Einlass ins Schloß verpassten. Gnädig ließ und der Ticketofficer noch schnell einen Blick auf die über 750 Teile umfassende Waffensammlung werfen. War der Waffensaal in Inverary Castle schon beeindruckend, so war die Ausstellung in Culzean Castle – Sitz des Kennedy Clans – noch beindruckender. Die Pistolen und Schwerter waren nach geometrischen Mustern an den Wänden angeordnet. … Und dann mussten wir schon wieder raus in den Regen, weil eine Hochzeitsgesellschaft das Schloß gemietet hatte. Das Castel liegt direkt am Meer und im Park wachsen sogar Palmen, richtig mediteranes Flair in Schottland.  Schön, aber nicht verlockend genug, um bei dem Wetter noch länger zu bleiben.

Wir zogen es vor weiter südlich nach Stoneykirk, wo wir unser Zimmer in einem niedlichen Country House für die Nacht gebucht hatten, zu fahren. Die Bar und die Wirtsstube waren sehr hübsch und mit bequemen Ohrensessel eingerichtet und es gab köstliches Steak. Was mit der schottischen Sparsamkeit gemeint sein könnte, wurde uns in unserem Kämmerlein klar. Auf knappen 8m2 war ein Doppelbett, ein Kasten, ein Sessel und eine Fernsehkomode untergebracht. Ein besonderes Highlight war das „Waschklo“.  Nun, es gab heißes Wasser, eine warme Wolldecke und Whisky. Was brauchten wir an so einem kalten Tag mehr!

#Schottland #scotland #urlaub #makelifearide #motorradfahren

2 Gedanken zu „Heading South

  1. Elisabeth

    „Waschklo“ so habe ich das wirklich noch nie gesehen – muss doch wohl ein Einbaufehler sein!
    Hauptsache Whisky konnte alles gut machen!

    Gefällt mir

    Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.