Erfahrungen um den Sölkpass

2020

Sölkpass

„Erfahrungen“ ist das richtige Wort, denn heute ging es über den Sölkpass und darum die Gegend rund herum zu erkunden.  Interessante Erkenntnisse konnten dabei gesammelt werden.

Starten wir gleich los von der Sonnenalm. Mangels erlaubten Verbindungswegen auf die andere Seite des Grimming mussten wir auf der Hauptstrasse das Bergmassiv umfahren. Das erste Ziel war die Sölkpass-Strasse rauf zu fahren, drüben runter und in das Krakautal. Einem Bericht zu folge, sollte das Tal ein ganz besonderes Highlight in der Alpenregion sein. Mal schauen, ob das so ist.

2020Aber bleiben wir mal am Sölk-Pass stehen, den da gibt es interessante historische Funde und Forschungen. Seit 6000 Jahren wurde der Weg über den Berg als Saumpfad – grob gesagt Schmugglerroute – genutzt um beispielsweise das Salz aus Hallstatt in den Süden zu bringen und Waren aller Art ohne Maut in den Norden. Funde aus der Bronzezeit belegen die frühe Existenz einer Opferstätte und ein steinerner Unterstand zeugen von der Nutzung des Weges. Bei Forschungen stieß man auch auf Reste eines römischen Weges. Besonders interessant fand ich die Existenz eines mächtigen Steinwalls , von dem Reste noch wie eine Geröllhalde existieren (auf dem Foto mit der Passtafel rechts zu sehen) . Dieses Hindernis wurde möglicherweise zur Verteidigung der Türken hier auf 1790 m errichtet (so auf der Infotafel). Diese Behauptung sei mal dahin gestellt, denn in der Quellenforschung konnte ich keine belegbaren Beweise dazu finden, aber vielleicht hab ich mich auch nur zu wenig damit befasst. Auf vielen unserer Reisen sind wir immer wieder auf Angriffe türkischer Truppen im Laufe der Geschichte gestoßen, also warum nicht auch hier. Zur Errichtung der Strasse möchte ich nur 2 Begebenheiten herausgreifen, die ersten Bautätigkeiten durch russische Gefangene und die Demonstration von ca. 30 hochrangigen Beamten und Bürgermeistern am 9. September 1951, die die Befahrbarkeit des Passes bewiesen. Sogar ein Motorrad nahm an der Protestfahrt teil. Letztendlich führte diese Aktion zum Ausbau der Pass-Straße über den Sölkpass (alles nachzulesen bei Sölkpass, ANISA Verein für alpine Forschung).

Runter vom Berg zweigten wir in das Krakautal ab. Nein, hier haben sich keine Polen angesiedelt. Krakau kommt vom slawischen Begriff für Krähe oder Dole: krakowa. Wir kurvten gemächlich dahin und legten in Krakaudorf eine Mittagspause ein. Das Dorfwirtshaus beherbergt auch ein kleines Mineralienmuseum, das wir uns natürlich anschauten. Immerhin sind wir Fans der „Opal-Hunter und Goldgräber“ auf DMAX-TV. Noch kurz ein Abstecher zum Prebersee. Dort kehren wir um, obgleich die Straße weiter nach Tamsweg sicher toll gewesen wäre. Ein Grund nochmals in das beschauliche Tal zu kommen.

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Diesmal ging´s aber in die andere Richtung. Ein Höhenweg mit Offroad-Passagen wartete nach Stolzalpe auf uns und der Bretsteingraben war auch ganz nach unserem Geschmack. Nochmals die Fahrt über Oppenberg rundete den Tag ab.

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Hungrig in der Sonnenalm angekommen, wurde nochmals der Herd angemacht und Pasta gekocht, diesmal eine vegetarische Variante. „Schmatznego“ würde der Pole sagen. 🙂

2020

Vegetarische Pasta

#krakautal #soelkpass #makelifearide #pasta

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