Die Delikatessen aus dem Terminio-Cervialto Gebirge

2020_Italien

SP138

Kampanien kennt man eher nur von den touristischen Attraktionen: Amalfitana, Neapel, Vesuv, Pompeji, Paestum, usw.. Jedoch was verbirgt sich im Hinterland von Salerno? Daher wollten wir uns mal in den Nationalparks Monte Termini-Cervialto und Monti Picentini umschauen und waren überrascht. 

Nach einem kurzen Stück auf der Autobahn durch Salerno erreichten wir rasch die SP 138, die dann schon weiter führte in die Strada Statale Monte Terminio-Cervialto eine durchaus gebirgige dolomitenartige Gegend. Höhen bis weit über 1000m Seehöhe sind hier keine Seltenheit. Was uns nicht bekannt war, dass hier große Haselnussplantagen gedeihen. Gut, irgendwo müssen ja auch die Haselnüsse für Nutella und Co her kommen. Ich habe nachgelesen, dass Italien mit 14% der zweitgrößte Haselnussproduzent weltweit ist und 1/3 davon wird in Kampanien geerntet. 70% der Weltproduktion der kleinen runden Frucht kommen aus der Türkei, auch interessant. Die hier in Kampanien geerntete Mortarella-Haselnuss ist kältebeständig, was bei dem Klima in den Bergen wichtig ist.

Aber nicht nur der Haselnuss sind wir hier in rauen Mengen begegnet, weite Strecken sind wir durch wunderschöne herbstliche Edelkastanienwälder gefahren. Da wurde schon fleißig geerntet. Die Montella Igp Kastanie ist hier beheimatet, auch das wussten wir nicht. Diese Kastanie wird speziell zur Delikatesse Marron Glaće, zu Maroniaufstrichen und Puree verarbeitet. 50% der Kampanischen Kastanien gehen nach Amerika, 25% nach Europa und 25% werden in Italien verzehrt. Wenn wir heuer die ersten gebratenen Maroni kaufen, wissen wir wenigstens, wo die her kommen.

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Trotz Sonne war die Fahrerei in den Bergen etwas kühl. Auf einem höher gelegenen Almboden entdeckten wir am Waldrand ein kleines gut gekühltes Gasthaus. Warum nicht die lokale Gastronomie beleben? Gut so dahin gesagt, wenn nur Bargeld hier oben genommen wird. Wir legten dem Wirt unser ganzes Geld auf den Tisch und er war der Meinung, dass reicht zum satt werden. Er hatte recht: 2 Vorspeisenteller mit einem Korb Brot, ein Teller Bruschette, 1 Teller gegrilltes Gemüse, 1 Teller Oliven, 1 Teller hausgemachte Tortellini mit Pilzen, 1 Teller hausgemachte Raviolli mit Ricotta und Tomatensauce, 2 Espressi mit Canducci und 1 Flasche Wasser = Euro 30,00. 1x Fieber messen war gratis!

Der Ausflug nach „Irpinien“ hat sich gelohnt. Hier gibt es super Straßerl zum Fahren, schöne Landschaft, viel Natur und wir haben einiges dazu gelernt. Für noch mehr Haselnuss- und Kastanien-Wissen gibt es oben die 2 Links zur Vertiefung.

2020_Italien

Der Bock ist wieder zuhause

#haselnuss #edelkastanie #makelifearide #kampanien #motorradreisen

2 Gedanken zu „Die Delikatessen aus dem Terminio-Cervialto Gebirge

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