Die Schweiz von außen

Pässemarathon 2021

Ja, was heisst das „Schweiz von außen“? Ganz einfach: Geld sparen, im Ländle im Privatquartier logieren und einen fahrtechnischen Abstecher in die Schweiz machen. Gleich drei Zielpunkte waren von Vorarlberg aus gut zu erreichen.

Der letzte Abend im Garten von Doris war „A schware Partie“ für den Bock-Chef. Trotzdem ist er voll motiviert und fit aus den Federn gekrochen, damit die Schweizer Punkte abklappert werden konnten. Beachtlich und sehr lobenswert. 🙂 Um 10:00 war der Bock gesattelt und wir kurvten ins Heidi-Land. Anfänglich war es etwas faaaad, wegen der Fahrerei auf der Autobahn. Ein paar Kilometer waren unter strikter Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung trotzdem schnell runter geradelt. Die Schweiz ist ein teures Pflaster, auch was Strafmandate anbelangt (So wie Luxemburg, dort haben wir wegen 1 km/h!!! Überschreitung € 49,00 geblecht.). Bald ging es in Richtung Klösterle, wo sich die Abzweigung nach Schlappin befindet, ein kleines Almdorf auf 1.640 m Seehöhe. Die Auffahrtsbeschilderung war verwirrend. Am Anfang der Straße gab es eine Fahrverbotstafel. Auf einer kleinen Zusatztafel war etwas vermerkt, dass sich wie eine Möglichkeit zur Weiterfahrt interpretieren liesse, vorausgesetzt, die Abkürzungen bedeuten nichts verbotenes. Hmmm? Ganz so eindeutig war es nicht, denn nach ein paar 100 m war noch eine Fahrverbotstafel ohne Zusatz. In unserem Roadbook stand aber, dass man bis zu einem Berggasthof fahren muss, von dem hier an der Stelle weit und breit nichts zu sehen war. Die Mautgebühr wäre dort zu entrichten. Also dann rauf den Berg, vorbei an den Verbotsschildern, egal. Die asphaltierte Strasse schlängelte sich mit zahlreichen engen Kurven hoch und knackige 35% Steigung an manchen Stellen machten die Auffahrt nicht unbedingt leichter. Dennoch ging es gut dahin und bald hatten wir die 5 km ohne Gegenverkehr geschafft. Das Maut-Wirtshaus Erika leuchtete uns entgegen. Ein seltener Schwalbenschwanz-Schmetterling flatterte von Blume zu Blume auf der Almwiese. Ein kleines Bächlein plätscherte in den See und Berge erhoben sich links und rechts von uns. Wir genossen den kurzen Augenblick der Entspannung bevor es weiter ging.

Unser nächstes Ziel war Lüsis, ebenfalls ein Almwirtshaus auf 1.270 m Seehöhe. Der Einstieg zu diesem Bergstraßerl liegt in Walenstadt. Wieder landeten wir auf einer einspurigen Straße mit ganz vielen steilen engen uneinsichtigen Kurven. Der Straßenbelag in den Kehren war aus gerilltem Beton. Es war nur gut, dass wir trockenes Wetter hatten, denn bei Nässe wäre das eine besonders gefährliche Challenge geworden. Die Heuernte am Berg war grade voll im Gange und die Heuwägen waren unterwegs rauf und runter. Na das braucht man auf so einer Straße. Es gab zwar Ausweichen, aber wer schiebt schon gerne zurück? Der Bergfahrer, der Talfahrer? Irgendwie ging´s dann doch. Die Mühen da rauf zu kommen hatten sich geloht, denn der Ausblick auf den Walensee ist grandios. Der Bock-Chef stärkte sich mit einem Flädle-Süppchen und ich probierte das Biberflädle (Schweizer Spezialität – Lebkuchen mit Marzipan) im Lüsis-Almwirtshaus. Es gibt eben reichlich Flädle auf der Alm, auch Kuhflädle! Von denen haben wir uns aber fern gehalten. Runter war die Fahrt etwas leichter und verkehrsärmer, vielleicht auch deswegen, weil Mittagszeit war.

Noch ein Zielpunkt war offen, die Schwägalp bis Säntis. Diese Etappe war easy, breite asphaltierte Strasse, nette kleine Ortschaften mit wunderschönen mit Blumenkästen geschmückten Häusern, alles wirkte sehr ordentlich und idyllisch, nicht zu vergessen viel grüne Landschaft und die Berge.

Nachdem alle Zielpunkte erreicht waren, die Fotos im Kasten waren, oder besser am Handy, fuhren wir wieder raus aus der Schweiz. Im Herbst kommen wir dann wieder, um die restlichen Schweizer Punkte abzuholen.

#schweiz #schlappin #lüsis #schwaegalp #säntis #motorradreise #abenteruer #entdecken

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