Korsikas Süden III

Was darf man auf gar keinen Fall in Korsika verpassen? Richtig, die Küstenstraße an der Westküste mit den Calanche di Piana, südlich von Porto. Fjordartig schneidet sich das Meer in die steil abfallenden roten Granitfelsen.

Gemeinsam mit der Bucht von Porto wurden die Calanche di Piana bereits 1983 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Die in der Sonne rot leuchtenden Felsen werden von türkisgrünem Meer umspült. Kein wunder, dass dieses Naturwunder mittlerweile zu den Attraktionen der Insel gehören. Wir haben es live miterlebt. Obwohl es auf der interessantesten Stelle ein Einbahnregelung gibt, die Straße ist hier wirklich sehr schmal, finden sich immer wieder Spezialisten, die scheinbar rot und grün nicht unterscheiden können. Das pure Chaos an der engsten Stelle, wo sich zwei Touristenautobusse face to face gegenüber standen. Dazu kam noch ein Motorhome und ein Auto. Mit den Motorräder war es möglich sich an dem Chaos vorbei zu schlängeln, achtend auf die vielen fotografierenden Fußgänger. Die Wartezeit an den Kontrollpunkten für die Durchfahrt war daher sicher nicht ohne. Wir hatten vor bis Galeria zu fahren und dann über das Hinterland dem touristischen Fahr-Gedränge auf der D81 zu entkommen. Das war eine gute Lösung.

Im Hinterland:

Die Zeit war verflogen. Korsika hätte noch viele interessante Straßen, Landschaften und Orte zu bieten. Corte wollten wir unbedingt noch ansehen. Es ist die einzige größere und bedeutende Stadt auf der Insel, die im Landesinneren liegt. Sie liegt auf einem Hochplateau auf 436 m. Kämpfe des Mittelalters und um die Unabhängigkeit haben seine Spuren hinterlassen. Die malerische Altstadt mit seinen engen Gässchen und der Zitadelle am Felsen sind einmalig auf der Insel. Die bewegte Geschichte der Insel, spiegelt sich auch in Corte wieder. Die Statue von Pasquale Paoli ist nur eine Erinnerung an das 18. Jahrhundert.

Wir hatten das Glück, dass im neuen Museum in der Zitadelle gerade eine kleine feine Ausstellung von Werken Henri Matisse gezeigt wurden, was mich besonders interessierte. Der Maler verbrachte in jungen Jahren sechs Monate in Ajaccio. Diese Zeit war laut der Beschreibungen in der Ausstellung entscheidend für seine Entwicklung vom post-impressionistischen Malstil hin zum Fauvismus. Matisse war einer der Hauptvertreter der anfänglich geschmähten neuen Stilrichtung, die sich Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte und mit die klassische Moderne einläutete.

Corte ist eine wirklich entzückende sehenswerte Stadt. Es war jedoch Zeit, dass wir zurück zu unserem Quartier fuhren. Hugo hatte uns noch einen Pass empfohlen und eine Schlucht, die wir auch gesehen haben sollten. Wow, echt toll. Danke Hugo!

Zurück am Strand! Der letzte gemeinsame Drink bei Sonnenuntergang à la plage, dann trennten sich unsere Wege. Hugo & Ramona, Timo & Carola, Egon & Jette und Inga & Fossy traten die Heimreise nach Österreich an. Wir – Ami & Pi & Der Bock – fahren weiter nach Sardinien, wo es mit neuen Abenteuern weiter geht.

Danke euch allen für die schöne gemeinsame Zeit in Korsika. Danke speziell an Hugo, für die großartige Organisation.

Allen ein gutes Ankommen zuhause und liebe Grüße aus dem Süden

Ami & Pi & Der Bock

Quellennachweis: Videos sind von Carola.

2 Gedanken zu „Korsikas Süden III

  1. Kratschmer Elisabeth

    Wünsche Euch für die Überfahrt und für die Tage auf Sardinien alles Gute und mindestens ebensoviele Eindrücke bei bestem Wetter wie in Korsika! – Genießt die Sonne und Wärme, bei uns ist es schon herbstlich!

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