Pristina eine Stadt mit vielen Gesichtern

Pristina, die Hauptstadt des Kosovo ist eine moderne aufstrebende Stadt. Neues und Altes vermischt sich und die Spuren der verschiedenen Epochen sind noch überall zu finden.

Einer darf in einer von Albanern geprägten Stadt nicht fehlen – Georg Kastriota, genannt Skanderbeg. Gleich neben dem modernen schlichten Hochhaus, dem Regierungsgebäude, steht das Reiterstandbild des albanischen Fürsten und Nationalhelden.

Wir waren mit Elza, einer jungen EDV-Expertin und Managerin, in der Stadt unterwegs. Sie weiß alles über die Geschichte von Pristina, über die einzelnen Bauwerke, die bedeutendsten Persönlichkeiten der Stadt, über aktuelle Veranstaltungen, über die Lokale, die grade angesagt sind, es blieb einfach keine Frage unbeantwortet. Ich bin überzeugt, es gibt keine bessere Fremdenführerin für die Stadt.

Der Rundgang war grandios, angefangen haben wir bei der Nationalbibliothek des Kosovo, die sicher eines der Wahrzeichen der Stadt ist. Dann fuhren wir mit dem Lift in der Mutter Theresa Kirche zur Aussichtsplattform. Von dort hat man einen guten Ausblick in alle Himmelsrichtungen. Architektonisch spannend finde ich, die Mischung der Häuser aus der noch existierenden kommunistischen Zeit mit den Neubauten. Ab und zu sieht man noch eine barocke Fassade. In der Altstadt dominiert die osmanisch geprägte Architektur. Dazwischen findet man auf den Plätzen zahlreiche Statuen und Skulpturen.

Besonders berührt hat mich das Heroinat-Mahnmal. Es zeigt ein Gesicht einer albanischen Frau, das aus 20.000 stilisierten großen Stecknadeln ein Relief ergibt. Jede Nadel steht für eine albanische Frau, die im Kosovo-Krieg 1998-1999 vergewaltigt wurde. Bis heute gibt es keine gerichtliche Verfolgung der Täter. Das ist sehr bedrückend und traurig, gerade auch jetzt, wo sich im Ukraine-Krieg solche Taten wiederholen.

Heroinat-Mahnmal

In der Altstadt ragen die Minarette der Moscheen in den Himmel. Wir waren gerade rechtzeitig bei der Jashar-Pascha-Moschee, als der Muezzin zum Abendgebet rief.

Es war schon spät geworden, daher gab es nur einen kurzen Abstecher zum Bazar. Die Mode-Geschäfte waren bereits teilweise zu und die Obst- und Gemüsehändler räumten schon alles weg. Ausserdem schwebte eine große schwarze Wolke begleitet von einem Donnerschlag über der Stadt. Daher rauschten wir schnell mit dem Taxi zurück zum Mega Palast. Danke Elza für den perfekten Tag in Pristina.

Wer zum Bier des Tages möchte muss hier klicken.

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4 Gedanken zu „Pristina eine Stadt mit vielen Gesichtern

  1. Rosemarie

    Hallo ihr zwei, verfolge mit großer Freude die Blogeinträge… alles sehr interessant und spannend.. freu mich schon auf die nächsten Infos..gute Reise weiterhin.. lg Rosemarie

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    1. Sozia on Tour Autor

      Ja danke. Ich hinke etwas hinterher, aber es gibt so viele zu sehen. Manchmal mehr interessant, dann weniger aber doch irgendwie bemerkenswert. Und ein bisschen Pause brauche ich auch. Liebe Grüße aus Bukarest Annemarie

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