Mit einem Fuß in Aserbaidschan

Wir machen von Tiflis aus einen Ausflug und besuchten den östlichsten Aussenposten der frühen Christianisierung in Georgien: David Gareja (Dawit Garedscha). Das Kloster liegt etwa 100 Kilometer von der Hauptstadt entfernt an der Grenze zu Aserbaidschan.

Schon im Vorfeld hatte ich einige Blog-Beiträge darüber gelesen. Überall wurde von einer unglaublich beeindruckenden Landschaft berichtet, die einem bei der Anreise in das entlegene Kloster begleitet. Und in der Tat, es war einfach atemberaubend. Immer wieder wollte ich stehen bleiben, um zu staunen und zu fotografieren. Bei den Recherchen wurde noch eine Schotterpiste auf den letzten paar Kilometern angekündigt, die es mittlerweile nicht mehr gibt. Es führt eine gut ausgebaute Straße quasi bis zur Klosterpforte von David Gareja. Nun wie man am Foto oben sieht, gibt es doch noch offroadige Abzweigungen, um die Erwartungen erfüllt zu bekommen. Ein kurzer Abstecher musste einfach sein!

Impressionen von der Landschaft inklusive der Regenbogenberge:

Der ganze Klosterkomplex bestand aus mehreren Felsenklöstern in der Region um Udabno. David Gareja ist nur eine Anlage davon. Im 6. Jahrhundert n.Chr. wurde das erste Kloster gegründet, das den Namen von David, einem der 13 syrischen Väter trägt, der sich hier ansiedelte. Es wird angenommen, dass in seiner Blütezeit im 13. Jahrhundert an die 3000 Mönche in den Höhlenkomplexen und Klöstern hier ansässig waren. Durch massive Fremdherrschaften in Georgien wurde auch das Klosterleben in Komplex David Gareja ausgelöscht.

Impressionen vom Kloster David Gareja:

Vom Kloster David Gareja führt ein steiler Pfad auf die Hinterseite des Berges, der genau genommen schon zu Aserbaidschan gehört. Die Anwesenheit von Touristen, welche die Höhlenkirche besuchen, wir geduldet. Zwei Grenzposten bewachen den Weg. Dort liegt das Höhlenkloster Udabno, das für seine Fresken aus dem 10. Jahrhundert bekannt ist. Hier begannen die Mönche, die Freskenmalerei zu revolutionieren, weil sie neben Motiven aus dem Alten und Neuen Testament auch Bilder aus dem Leben georgischer Heiliger und Herrscher einfügten.

Der Ausflug nach David Gareja gehört sicher zu den Höhepunkten unserer Georgien Reise.

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5 Gedanken zu „Mit einem Fuß in Aserbaidschan

  1. Elisabeth Kratschmer

    Diese Landschaft ist wahrlich schwer zu beschreiben (mich erinnert es ein bisschen an arabische Hügel und Berge – Wüsten ohne Sand!) – und dann dieser Klosterkomplex – sehr beeindruckend! Und dass ihr eure Füße auf aserbaidschanischen Boden gesetzt habt – fantastisch. Weiter gute Fahrt!

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  2. Peter Szmolyan

    Tolle Landschaft! Bis auf den Bus in einem der Fotos wirkt es, als ob ihr die einzigen Reisenden (ich vermeide das Wort Touristen) seid. Habe gerade auch auf die Landkarte geschaut: Tiflis ist östlicher als Bagdag! Beeindruckend wie weit ihr gekommen seid.

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