Schlagwort-Archive: Albanien

Tag 26 – Kukes – Peja – Albanien & Kosovo

Valbonatal

Weckruf auf albanisch am Sonntag um 08:00, 100 Dezibel albanische Discomusik direkt vor dem Hotelfenster. Wer hört da den Muezzin? Sicher steht ein halbstarker Angeber mit seinen Mega-Subwoofern im Auto und will Eindruck schinden, dachten wir uns und drehten uns noch ein Mal im Bett um. Weiterlesen

Tag 24 und 25 – Meteora – Erseke – Kukes – Durch das Land der Skipedaren

Die Steinbrücke von Kokkori

Es geht wieder nordwärts. Von Meteora starteten wir in Richtung Albanien. Am Weg nahmen wir einige alte Steinbrücken ins Besichtigungsprogramm auf und natürlich die Vikos-Schlucht (lt. Guinnesbuch der Rekorde die weltweit tiefste Schlucht – 1000m). Weiterlesen

17. Tag: Sveti Stefan – Virpazar – Rjieka – Ljubotinj – Sveti Stefan

Eigentlich wäre heute ein Ruhetag am Meer oder am Pool angesagt. Mal sehen, ob es noch wärmer wird? Nicht wirklich heiß, es ist richtiges Ausflugswetter. Also rein in die Rüstung und rauf auf den Bock. Es geht entlang der Küste bis Petrovac in die 1000 Seelengemeinde Virpazar am Shkodra-See. Von hier aus kann man Bootstouren in das Naturschutzgebiet und zu den kleinen Klöstern im See machen. Auf einem Felsen erhebt sich ein Denkmal zu Ehren der Partisanen und einige Mauerreste, einer einst sehr bedeutenden Burg zur Verteidigung gegen die Türken zeugen vom ehemaligen  Glanz. Heute ist der kleine Ort ein beliebtes Ausflugsziel und Ausgangspunkt für Wanderer, Radfahrer und Fischer. Oder eben auch für Motorradfahrer. Im kleinen Hafen entdecken wir ein Piratenschiff, wo in der Kombüse fein aufgekocht wird. Gestärkt setzen wir unseren kleinen Ausflug fort. Eine kurvige Höppelstraße führt in die Berge hinauf, von wo man einen phantastischen Blick auf den See bis nach Albanien hat. Schon ein bisschen wehmütig schauen wir hinüber.

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Wieder zurück im Quartier in Sveti Stefan wage ich doch noch einen Sprung ins kalte Nass (Brrrr 20 Grad!).

14. Tag: Shkodra – Kruja – Lezha – Shkodra

Unser letzter Tag in Albanien und es regnet noch immer! Wenn wir ein Auto hätten, kämen wir trockenen Fußes zu so mancher Sehenswürdigkeit, die uns noch auf unserer Tour fehlt. Daher fragen wir im Hotel nach und die geben uns das „Hotelauto“. Papiere wollen sie keine sehen, klar der Bock bleibt ja eh als Pfand da. Der ist viel mehr wert, als die japanische Kutsche – das Personalauto. Den neuen Mercedes fährt die Hotelbesitzerin natürlich selber *grgrgr*:

Wir fahren auf der Schnellstraße inklusive der 7 Autobahnkilometer los in Richtung Lezha. Dort befindet sich das Mausoleum, oder besser die Ruhmeshalle von Skanderbeg dem Nationalhelden. Wir haben ja ein albanisches Kennzeichen, also können wir auch wie Albaner einfach abbiegen, dort wo wir glauben. Falsch geglaubt! Irgendwas war nicht ok, denn der Polizist an der Kreuzung hat ziemlich wild mit den Händen herumgefuchtelt und geschimpft wie ein Rohrspatz. Wurscht, wir haben´s eh nicht verstanden! Wir halten an der Einfahrt zum fast leeren Parkplatz vor dem Monument, der scheinbar aber gesperrt ist. Die Autos vor uns müssen umdrehen. Mit gebrochenem Italienisch erklären wir dem Parkplatzwächter, was wir da wollen und dürfen passieren, also es geht ja doch. Wir besuchen die Grablege Skanderbegs mit der Büste. Das Schwert und der Helm, sind hier symbolisch zu sehen, denn die Originale befinden sich in Wien in der Schatzkammer.

Weiter geht´s nach Kruja. Die mächtige Burganlage ist das Nationalheiligtum  der Albaner. Die Geschichte der mächtigen Burganlage reicht bis in die illyrische Zeit zurück. Der Großteil stammt jedoch aus dem 12. Jh, als Kruja das Herrschaftszentrum von Arbanon, dem ersten albanischen Fürstentum wurde. Vom noch erhaltenen Leuchtturm wurden Lichtsignale von Burg zu Burg geschickt. Bis zum Tod von Skanderbeg 1478 war die Burg ein uneinnehmbares Bollwerk gegen die immer wieder kehrenden Angriffe der Osmanen. Erst danach gelang es den Türken ganz Albanien zu besetzten und bis zum des  Ende  19. Jh. zu beherrschen. Ein paar Familien leben in bescheidenen Verhältnissen noch innerhalb der Burgmauern. Die kleine Basargasse vor der Burg darf natürlich bei einem Besuch von Kruja nicht fehlen. Es gibt wirklich authentisch Antikes und viel lokales Kunsthandwerk. Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle.

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Hinter der Stadt erhebt sich eine mächtige Gebirgskette. Eine neue schmale sehr kurvige Straße windet sich da auf ca. 1600 m hoch. Der Mali i Kruja – ein Bektash-Heiligtum und eine Grablege Sari Sallteks – einer mythologischen Gestalt.  Es gibt nämlich sieben Grabstellen und der Legende nach sollte er vom Mali i Kruja mit vier großen Schritten nach Korfu gesprungen sein. ….

Der Himmel hat sich in der Zwischenzeit geklärt. Vorbei an der Burg von Lezha, der größten Burg von Albanien. Jetzt fehlt noch die Burg Rozafa in Shkodra mit ihren riesigen drei Burghöfen. Wenn man die Anlage durchschreitet, wird einem klar wie schwierig es war, diese Festungen einzunehmen. Von da oben hat man einen unglaublichen Rundumblick in Richtung Berge, Meer, Shkodra-See und Zusammenfluss der Flüsse Buna und Drin. Irgendwie schade, dass wir morgen schon abreisen.

13. Tag: Shkodra (Raki rruschi-Tag)

Eingeregnet in Shkodra!  Wirklich keine Lust vor die Haustüre zu gehen. Ausserdem war das gestrige Theth-Abenteuer Anstrengung und Aufregung genug. Wenn es aufhört, könnten wir, wenn wir wollten, Shkodra besichtigen. Es hört aber nicht auf! Das Hotel Tradita ist so gemütlich, da hält man so einen Regen- und Ruhetag recht gut aus. In der Gaststube brennt immer ein offenes Feuer und der „Qingj ne hell“ (Lamm am Spieß) brutzelt auch schon vor sich dahin. So wird der heute Tag zum „Raki rruschi-Tag“ erklärt. Wir geben uns ganz albanisch und kippen ein paar Raki rruschis (Schnaps). Prost!