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Rumänien 14. Tag

Etappenpunkte: Sibiu, Saliste, Jina, Tau Bistra, Lacu Oasa, Obarsia Lotrului, Lacu Vidra – Voineasa, Petrosani, Silvasu de Jos, Hunedeoara (322 km)

Tagestemperatur: 17,5 – 15,5 (in den Bergen) 26 Grad

Schon bei der Abfahrt in Sibiu war klar, dass uns der Regen wieder erwischen wird. Am Programm stand die Transalpina oder Straße des Königs. Die Wolken hingen tief, aber trotzdem war die erste Etappe über Jina klasse zum Fahren – kurvenreich, Fleckerlteppich mit Schlaglöchern. Bock und Fahrer waren in ihrem Element. Nach Dobra begann dann der neue Fahrbahnbelag. Zügig schlängelten wir uns im Regen die Straße hoch bis zum Stausee Tau Bistra und weiter bis Obarsia Lotrului. Das erwartete Wow-Erlebnis war aber ausgeblieben. Vielleicht lag es an der schlechten Sicht.

So bogen wir ab zum Lacu Vidra, wieder eine super Strecke, die Wolken lichteten sich. In der Kurve am Ende des Sees lockte ein gatschiges Staßerl. Planänderung – Off road und mit viel Endurofeeling ging´s nach Voineasa. Abenteuerlich höppelten wir anfänglich noch über aufgebrochenes Kopfsteinpflaster, dann durch mit Wasser gefüllte Schlaglöcher und matschige Wegpassagen. Ziemlich dreckig kamen wir nach der Rundfahrt wieder zur Kurve am Ende des Sees zurück. Der Bauer freute sich, weil wir jetzt Käse für unsere Jause kauften.

Die Weiterfahrt auf der Transalpina war zeitlich nicht mehr zu schaffen, daher nahmen wir den direkten Weg Richtung Hunedeoara durch eine malerische Schlucht im Retezat-Gebirge. Witzig, ein Teil der regulären Straße  (Asphaltstraße mit starkem Off-road-Charakter) ist derzeit eine Baustelle, somit gab´s noch mehr Endurofeeling.

Rumänien 10. Tag

Etappenpunkte: Sinaia, Tesila (Bertea), Varbilau, Calvini, Berca, Vulcanii Noroiose, Valenii de Munte, Cheia, Sacele, Sinaia (338 km)

Tagestemperatur: 18,5-34 Grad (dazwischen kleine Abkühlung durch Gewitter)

Heute waren wir schon beim Frühstück so aufgeregt, dass wir ein Erdbeben verspürt hatten. Es war aber nur die Kellnerin, die festen Schrittes durch den Speisesaal trampelte. Unsere Tagesziel waren nämlich die Schlammvulkane. Der Weg dort hin war steil und steinig, daher haben wir Bertea nie erreicht. Die Endurostrecke (Forstweg mit Fahrverbot, wenn wir recht entziffert haben) war zu riskant.

So sind wir dann auf alphaltierten Offroad-Straßen weiter gefahren. Hochschaubahnfeeling pur am Soziasitz! Die strapaziöse Anreise zu den Schlammvuklanen hatte sich gelohnt.

Und das Land haben wir auch noch besser kennen gelernt bei der Fahrt durch die Dörfer.

Tipp: In Rumänien gibt es nur 226 km Autobahn. Die Hauptverbindungsstraßen sind daher stark frequentiert. Diese vermeiden wo man kann.

Rumänien 5. Tag

Etappenpunkte: Putna, Ratauti, Arbore, Gura Humorului, Bosteni, Paltinis-Pass, Gura Haitii, Dorna Arini

Temperatur: 24 – 31 Grad

Gestern bei den orthodoxen Klöstern sind wir auf den Geschmack gekommen und daher haben wir heute gleich 3 drangehängt. Es hat sich gelohnt. In Radauti steht die älteste dieser Kirchen. Die Fresken sind zwar schon sehr renovierungsbedürftig, zeugen aber trotzdem von einer unglaublichen Qualität. Eine besonders schöne Klosterkirche ist jene von Arbore, ein bisschen abseits von der Touristenroute. Diese Kirche verfügt über eine Aussennische, wo früher die Opfergaben abgelegt werden konnten.  Eines der bedeutensten Klöster ist Humorului. Dort haben wir nicht nur dei Fresken bestaunt, sondern auch den noch erhaltenen Wehrturm bezwungen – ein paar Kilo mehr und wir wären stecken geblieben.

Und dann wollten wir noch Voronet anschauen, weil es nur 4 km abseits der geplanten Route lag. Wir wollten, aber New Garmin (mein spezieller Freund) wollte von dort weg was anderes. Es spürte, das Enduroherz des Fahrers heftig pochen und hat die Tour gleich neu berechnet. Ein super Forstweg hat sich aufgetan, vorbei an riesigen wilden Hitenhunden ging´s eine Weile recht gut. Dann mussten wir jedoch vernünftigerweise umkehren.

Aber auch die restliche geplante Tagesetappe war nicht minder spannend, denn da ging´s gleich auf der nächsten Endurostrecke weiter. Manche Verbindungsstraßen hier in Rumänien sind eben einfache Schotterstaßen. Die Conti TKC 70 Reifen haben sich bisher als gute Wahl für sämtliche Straßenverhältnisse (Schlaglöcher, Autobahnen, Schotterwege) erwiesen. Die Kennzeichnung von besonders großen Bodenaufwölbungen und Schlaglöchern wollen wir natürlich nicht vorenthalten. Ich sag einfach: Adlerauge sein wachsam!!!!