Schlagwort-Archive: Motorradreise

Slowenien auf kleinen Straßen

Bike auf Brücke

Verschlungene Wege bei Socava

2017 Juni

Eisenstadt, Weinebene, Seebergsattel, Bled, Gorjuse, Grenzkammstraße, Tolmin, Solcava, Paulitsch-Sattel, Crna, Bleiburg, Oberwart, Garage

Verlängertes Wochenende und neue Reifen für den Bock, was will Mann und Frau mehr. Der geplante Kurzurlaub konnte starten. Einige Kilometer lagen vor uns, daher ein früher Aufbruch am Samstagmorgen. Weiterlesen

24. Tag: Plitvica – Eisenstadt

Unser letzter Fahrtag. Knappe 500 km liegen noch vor uns und 3 1/2 Wochen Abenteuer und Urlaub hinter uns. Also satteln wir noch  einmal den Bock im Hoteldorf. Die Wetterprognosen sind wechselhaft mit Garantie auf Regen, zumindest auf den letzten Kilometern. Lange schrammen wir an den schwarzen Regenwolken vorbei, dann doch ein Guss, den wir bei einem Kaffee abwarten. Bei der Ankunft in Österreich werden wir mit einem Regenbogen begrüßt. Na wenn das nicht Glück bringt!

Auf alle Fälle die gefahrenen 4283 Kilometern haben wir glücklich und unfallfrei zurückgelegt. Reicher um viele tolle Begegnungen mit Menschen in anderen Ländern und reicher um Wissen über interessante Sehenswürdigkeiten in diesen Ländern sind wir wieder in Eisenstadt physisch angekommen.  Mit den Erinnerungen an diese unglaublich spannende Reise werden wir sicher noch länger gedanklich unterwegs sein.

Back home mit Regenbogen

Back home mit Regenbogen

23. Tag: Sveti Juraj – Plitvica Seen

Wir lassen die Magistrala hinter uns und biegen gleich hinter Sveti Juraj auf eine keine kurvige Straße ab, die rauf in die Berge führt. Überraschenderweise leitet uns Meister Garmin ausser Plan noch einmal auf eine ganz kurze Offraodpiste. Ich glaub, das war sein Abschiedgeschenk für den Fahrer *grgrgr*. Wir schlängeln uns ins Hinterland. Landschaftlich lässt ein Hochplateau wie im Waldviertel grüßen. Es ist kaum Verkehr, nur ein paar Motorradtouristen verirren sich hier her. Bald kommt schon die Beschilderung zu den Plitvicer Seen und die Feinde der Motorradgilde – Autobusse und Wohnmobile – tauchen auf. Es wird etwas mühsamer, aber ein bisschen Gas und wir rauschen an den Hindernissen vorbei. Für die letzte Nacht haben wir uns ein Hoteldorf gleich beim Eingang 3 zu den Plitvica Seen ausgesucht. Perfekt als Ausgangspunkt für die Wanderung zu den Wasserfällen und den Seen.

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Der Nationalpark wurde in das UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen. Er umfasst eine Fläche von 297 Quadratkilometer. Rund 1 Million Besucher pro Jahr zählt die Parkverwaltung. Das glauben wir glatt, denn auf den kleinen Holzstegen drängen sich Menschenmassen und wir befinden uns jetzt im September, schon ausserhalb der Hauptsaison. Halb Japan ist hier versammelt und auch sonst werden alle Sprachen dieser Welt gesprochen. Sehenswert ist dieses Naturspektakel allemal und wenn man die Möglichkeit hat, sollte man unbedingt einmal hier her kommen. Ich würde sagen zigmal der Grüne See, mit vielen Wasserkaskaden. Und alle Besucher verhalten sich sehr vorbildlich, kein Mist und nix laut. Aber fotografiert wird auf 1000. Für jedes Foto, das da pro Tag gemacht wird, 1 Cent und man wäre in kürzester Zeit Multimillionär.

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Um Schlag 17:00 wird es dann wirklich ruhiger im Park. Klar, die Busse sind wieder beladen und die verblieben wenigen Touristen, die unmittelbar in den Hotels um den See wohnen, kann man fast an zwei Händen abzählen. Das letzte Boot zurück zu unserem Ausgangspukt ist schon abgefahren. Also heißt es gehen! Ein bisschen Wadenschmalz haben wir ja noch und die Motorradstiefel sind natürlich auch gut zum Wandern geeignet. Als ob wir es gerochen hätten, stehen da am Wegrand plötzlich drei echte Parsole. Kurz haben wir gezaudert und dann hat uns die Pflückwut gepackt.  Das ist unsere Vorspeise beim Abendessen! Den Koch werden wir schon überzeugen, dass die Pilze in die Pfanne gehören. Tomislav der Oberkellner, selber ein Schwammerlexperte, hat gleich die Hände über den Kopf zusammen geschlagen. No way! Und dann haben wir sein Schwammerlherz erobert, als wir mit dem „Wegwerfen“ gedroht haben.

Schmatz, schmatz! Das perfekte „letzte Abendmahl“ auf der Reise. (Nein, die Pilze waren nicht giftig. Einfach Blog weiter lesen, wir haben´s überlebt).

22. Tag: Sveti Juraj (Ruhetag)

Aufstehen und Aussicht geniessen, Frühstück machen, Wäsche waschen, 700m zum Hafenwirt auf ein Bier, eine Fischsuppe und einen Kaffee gehen, 2 Ansichtskarten mit Briefmarken am Postamt kaufen, Bankomat plündern und 2 Wasserflaschen kaufen, 700m wieder nach Hause gehen, 2 Ansichtskarten schreiben, schwimmen gehen, Meerestiere beobachten, ungeplanten Ausflug mit dem Motorrad zur Burg Senj machen, 2 Ansichtskarten mit dem Motorrad zum Postkasten bringen (noch einmal 700m gehen ist zu weit), Sonnenuntergang beobachten, Spanferkel essen gehen zum Wirt um die Ecke, schlafen gehen!

21. Tag: Split – Sveti Juraj

Heute sind die Ausblicke bei der Fahrt auf der Magistrala das Besichtigungsprogramm pur. Da braucht man sonst keinen Stopp mehr einlegen. Ausserdem ist die Etappe von Split bis Sveti Juraj mit über 300 Kilometer lang genug. ….Husch, husch, damit wir endlich ins Meer springen können! Das Stiefelbier gibt es auf der Terrasse bei Sonnenuntergang und die Fischplatte beim Hafenwirt ist auch schon bestellt.