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Waldviertel mit Herz

Bei Kaiserwetter ging es am Wochenende auf ins Waldviertel. Ein kleiner überraschender Kurzurlaub war angesagt. Das leichte Gepäck war schnell verstaut und das Motorrad und der Fahrer sind für Ausfahren sowieso immer startklar.

Aggstein – Hohenegg – Rapottenstein
Die erste Etappe führte uns über kleine kurvige Straßen zur Burgruine Aggstein. Aber vorher gab´s noch einen Stopp. Kaum bis gar nicht bekannt, aber gut von der Autobahn sichtbar thront am Rande des Dunkelsteinerwaldes die Schloßruine Hohenegg. Kaum zu glauben, dass diese Schloßanlage einst die größte in ganz Österreich war. Viele Teile sind verfallen. Nur ein Modell im Ort zeigt den einstigen Bau. Eine schottrige kleine Forststraße verkürzte unsere Weiterfahrt, so dass wir zügig die Auffahrt zur Burgruine erreichten. Von da oben genießt man einen großartigen Blick auf das Donautal und die Wachau.

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Mit einer kleinen Donaufähre setzten wir dann über nach Spitz. Ich glaube ich bin in meiner Kindheit das letzte Mal mit einer Fähre über die Donau gefahren. Immer wieder ein spannendes Erlebnis. Über den Jauerling kurvten wir weiter zur Burg Rapottenstein. Leider haben wir die letzte Führung verpasst. Die Burganlage ist aber auch von außen sehr beeindruckend. Zum Trost gab es dann gleich noch ein kleines Schotterstraßerl, vorbei beim Steinpilzpfad, bevor wir das Hotel in Ottenstein erreichten.

Ottenstein – Dobra – Wartberg – Heldenberg
Gut ausgeschlafen und bei strahlenden Sonnenschein setzten wir unsere Fahrt fort. Der Kampstausee und das Schloß Ottenstein lagen ja quasi direkt vor der Hotelhaustür. Eine schöne Fahrstrecke führte weiter entlang des Dobra-Stausees. Die Besichtigung der Ruine war zwar nicht eingeplant, hat sich aber zufällig ergeben.  Wenn es nämlich einen befahrbaren Schotterweg irgendwo in der Nähe gibt, den findet die BMW Adventuere – wie ein Trüffelschwein – gleich automatisch. Garmin wird da gar nicht mehr gefragt. Sie macht dann auch nicht halt beim Torbogen, sondern fährt einfach durch die Ruine Dobra durch. Auch so kann man Besichtigungstouren machen!

Zurück auf der Landstraße schlängelten wir uns durch die frühlingshafte Landschaft zur Kirche bei Wartberg und weiter zum Heldenberg. Wenn man schon da in der Gegend ist sollte man sich die Gedenkstätte (Klein Walhalla) für den Feldherrn Radetzky unbedingt anschauen. Wer dazu aber weniger Bock hat, kann das Oldtimer Museum besuchen. Da gibt es den einen oder anderen coolen Schlitten mit Format zu bewundern.

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Wir haben in den zwei Tagen so viel gesehen und sind so schöne Strecken gefahren, dass wir gar nicht alles hier berichten können. Der Beitrag würde sonst zu lange. Wir lassen die Bilder einfach für sich sprechen.

Ami & Pi

Schmankerltour

Diese Tour hat schon Tradition! Meist im Herbst kurvt der Motorrad Club „Bankers on Bike“ ins Weinviertel zum Pollak zum Brunch. Zügig schlängelten sich 9 Maschinen über Groß, Eggenburg, Siegmundsherberg, Riegersburg und so manch andere Ortschaft rauf nach Unterretzbach. Bemerkenswert, diesmal vier Sozias an Bord. Beim Motorradmuseum rauschten wir einfach so vorbei, damit sich der Schlänkerer ins Thayatal auch noch aus ging. Der Tisch im Wirtshaus war reserviert, also mussten wir pünktlich dort ankommen. Coole Tour hat sich der Helmut da wieder einfallen lassen. Das Essen war somit redlich verdient.

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So und nachdem das Buffet leer gefuttert war tourten wir mit vollem Bauch individuell oder in der Gruppe wieder zurück.

Fotostopps gab´s am Vormittag keine, daher haben wir das bei der Rückfahrt noch nachgeholt. Die Windmühle in Retz und der  Kalvarienberg sind tolle Fotomotive. Mein spezieller Freund New Garmin hat sich am Weg von Hardegg nach Pulkau noch ein paar kleine nette Wege einfallen lassen. Ich frag mich, ob er mich damit vielleicht versöhnlich stimmen will?  Und so schnell wie der Wind heute da oben im Waldviertel und Weinviertel fegte waren wir wieder zurück – diesmal in der Homebase Wien.

Die Morgenzeitung

Heute hat der Tag für mich unmenschlich früh begonnen. Aufstehen um 4:15 und um 6:30 erster Termin in der Weltmetropole Zwettl.

Bekanntlich hat die Baustellensaison schon begonnen, was einen ganz schönen Umweg über Grein erforderlich machte. Rückblickend betrachtet eine gute Idee, denn die Landstrasse rauf ins Waldviertl hat sich als eine super kurvenreiche Fahrstrecke erwiesen. Nur blöd, dass ich mit dem Auto unterwegs war. Gut, zu der frühen Stunde wäre es mit dem Motorrad auch noch ein bisschen frisch am Soziasitz gewesen. Langsam kroch die Sonne dunkelrosa kitschiger über Rapottenstein hoch.

waldviertl

Pünktlich in Zwettl angekommen, schnell alles erledigt – und dann gab es Frühstück in einer kleinen Bäckerei und jede Menge Magazine – Vogue, Für Sie, News, … und Motorrad Magazin – Österreichs Zeitschrift für schräges Leben/Ausgabe Feb. 2015. Hätte ich hier gar nicht erwartet.

Warum nicht mal sowas zum Frühstück? Hab das Heft aufgeschlagen und gleich verschlang ich den Artikel über den Hersteller Motus Motorcycles. Nicht weniger spannend war die Geschichte über Marcello Fontana mit seinem Unternehmen Free Spirits  – der  eh schon coole Maschinen noch edler macht. Und da war sie wieder, die Straße des Todes – Camino de la muerte in Bolivien. Erste vor wenigen Tagen hatte ich einen Betrag über diese Andenstraße im TV gesehen.

Herzlichst gelacht habe ich dann über den Beitrag „Affenschaukel – oftmals sorgt eine große BMW für eben solche Momente“. Danke an dieser Stelle an Andreas Amoser – köstlich getextet.

*ggg* Sozia on Tour (heute mit dem Auto)