Tag 6: Rudno – Nis – Teufel, Teufel – Winterurlaub in Serbien

Winter im Mai

Nach einem köstlichen Frühstück und einem herzlichen Abschied haben wir uns bei ambitionierten 6 Grad auf den Weg gemacht. Die Besichtigung von zwei weiteren Klöstern hatten wir wegen der doch ehre feuchten und kühlen Wetterlage gestrichen. Kein Fehler, so waren es doch 120 km weniger und die Gefahr, dass wir beiden am Ende des Tages erfroren vom Bock fallen, war gebannt.

Es geht noch kälter! Wir steuerten in Richtung Kopaonik Nationalpark nach Nis. Die Straße schlängelte sich zum Pass auf fast 2000m hoch und die angezuckerten Bergkuppen leuchteten uns entgegen. Da mussten wir jetzt durch oder besser drüber. Umweg wollten wir keinen fahren. Das Thermometer sank auf 2 Grad. So ziemlich alleine schlitterten wir auf der Schneefahrbahn vorsichtig dahin. Eigentlich hatten wir keinen Winterurlaub bei der Tour geplant!

 

Tröstlich war unser nächstes Ziel – Djavolja Varos (Devils Town). Wir hatten das Naturdenkmal auf einem Foto in den sozialen Medien entdeckt und wollten die Felspyramiden von Devils Town unbedingt sehen, wenn wir schon in der Nähe sind. Wie kommt es zu der Namensgebung? Nun die Legende besagt, dass jede dieser Steinsäulen ein versteinerter Teufel ist. Nahe der Gesteinsformationen steht die kleine St. Petka‘s Kirche. Menschen kamen dort hin, beladen mit ihrem Leid und Unglück – ihren symbolischen Teufeln, die sie auf ihren Schulter trugen. Sie verbrachten eine Nacht in der Kirche und am Ende ließen sie die versteinerten Teufel dort. St. Petka hilft den Kranken, daher hat sich der Brauch in Devils Town entwickelt, wenn man mit einem Taschentuch eine schmerzhafte Stelle im übertragenen Sinn berührt und dieses dann an einen Stamm bindet, bleiben diese – symbolischen Teufel – in Djavolja Varos. Die Taschentücher bleiben 7 Tage hängen und danach werden sie für immer begraben. Hoffentlich macht das auch jemand mit unseren Taschentüchern.

 

Fazit: Wir haben dem teuflischen Wintereinbruch getrotzt und sind nicht eingefroren in Nis vom Bock gefallen.

#devilstown #motorradreise #wintereinbruch #serbien

2 Gedanken zu „Tag 6: Rudno – Nis – Teufel, Teufel – Winterurlaub in Serbien

  1. Sabine Opitz-Hofstätter

    Na ihr lasst aber wirklich nichts aus *ggg*! Solltet euch nächstes Mal Eislaufschuhe oder Schi einpacken! Passt auf euch auf – und kommt gut zurück!

    Liken

    Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.