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Kleine Runde mit Heimatkunde

Ein Wochenende liegt hinter uns. Ich habe bei meinem letzten Blog-Beitrag versprochen, dass ich bei der nächsten Ausfahrt wieder mit von der Partie sein werde. Und das war auch so! Mr. Bock-Chef hat sich eine kleine feine Ausfahrt in Richtung Slowenien ausgedacht. Bei ambitionierten 10 Grad sattelten wir am Samstag den Bock  und ritten einfach los. Mit dabei natürlich mein warmer „BMW – Taucheranzug“, den ich jedem nur wärmstens empfehlen kann (Details dazu in einem meiner früheren Beiträge – Warm durch die kalte Saison). Natürlich waren wir auch wieder auf Spurensuche nach historisch interessanten Plätzen und Dingen.

Zum Beispiel: Was ist ein Kreidfeuer? … Na?  Das ist eine Feuerstelle auf einem Hügel, wo früher Feuer gemacht wurde, um vor dem herannahenden Feinden (möglicherweise die Türken) zu warnen. Tagsüber wurde feuchtes Holz verwendet, so dass viel Rauch erzeugt wurde und in der Nacht trockenes Holz, damit das Feuer weit sichtbar war. Interessant, oder?

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Oder wo kann man Amor direkt in die Augen schauen? … Na?
Im Schlosshotel Obermayerhofen in Sebersdorf sitzt eine kleine Amor-Figur im Garten. Wenn man sich in diesem kleinen Anwesen nicht verliebt, dann weiss ich auch nicht! Und wenn Amors-Pfeil getroffen hat, dann kann hier auch gleich geheiratet werden. Ist doch richtig romantisch! Nicht weniger romantisch war unser Quartier in Pörtschach im Hotel Astoria. Hatten wir doch das Glück, dass wir ein Upgrade bekamen und in der Bootshaussuite direkt am See schlafen durften – sicher das schönste Hotelzimmer am ganzen Wörthersee.

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Auch kirchentechnisch war wieder einiges dabei. Z.B. Die rosarote Friedhofskirche in Pischelsdorf am Kulm, die weithin sichtbar ist.  Ich dachte mir was ist das, sieht irgendwie komisch aus, riesig wie ein Teil einer Barockkirche. Und in der Tat, das ist eine unfertige  Kirche von 1741, erbaut von Johann Gregor Stengg dem Sohn des Grazer Hofbaumeisters. Oder in Slowenien haben wir die kleine mit Schindeln gedeckte Rotunde in Spodnja Muta entdeckt, wirklich interessant. Der Papst Leon IX. hat diese Kirche 1052, als er am Weg nach Kärnten war, geweiht. Sicher kam er da auch in Gurk beim Dom vorbei, ein Meisterwerk der romanischen und gotischen Kunst

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Und fahrtechnisch war auch wieder alles dabei. Viele Kurven, kleine Straßen, entlang von Flüssen und Bächen,  ein paar Pässe (Radlpass, Klippitz-Törl, Pack-Sattel) und natürlich ein Waldweg. Vorsicht war geboten bei den vielen Maibäumen, die allerorts aus dem Boden sprossen.

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Und bei soviel Land und Tradition haben wir noch einen Abstecher ins Freilichtmuseum nach Stübing gemacht. Dort sind wunderschöne historische Bauenhäuser aus ganz Österreich in das Tal rein gebaut, als ob sie schon immer da gewesen wären. Einfach lehrreich und wunderschön.

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Sozia im „BMW Taucheranzug“

Einfach zwei super Tage, eine tolle Tour mit rund 700 gefahrenen Kilometern, ohne Regen und bei mäßigen Temperaturen zwischen 6 und 16 Grad – wie schon gesagt, alles kein Problem mit meinem „BMW-Taucheranzug“.

In diesem Sinne
Make life a ride – Sozia on Tour

Waldviertel mit Herz

Bei Kaiserwetter ging es am Wochenende auf ins Waldviertel. Ein kleiner überraschender Kurzurlaub war angesagt. Das leichte Gepäck war schnell verstaut und das Motorrad und der Fahrer sind für Ausfahren sowieso immer startklar.

Aggstein – Hohenegg – Rapottenstein
Die erste Etappe führte uns über kleine kurvige Straßen zur Burgruine Aggstein. Aber vorher gab´s noch einen Stopp. Kaum bis gar nicht bekannt, aber gut von der Autobahn sichtbar thront am Rande des Dunkelsteinerwaldes die Schloßruine Hohenegg. Kaum zu glauben, dass diese Schloßanlage einst die größte in ganz Österreich war. Viele Teile sind verfallen. Nur ein Modell im Ort zeigt den einstigen Bau. Eine schottrige kleine Forststraße verkürzte unsere Weiterfahrt, so dass wir zügig die Auffahrt zur Burgruine erreichten. Von da oben genießt man einen großartigen Blick auf das Donautal und die Wachau.

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Mit einer kleinen Donaufähre setzten wir dann über nach Spitz. Ich glaube ich bin in meiner Kindheit das letzte Mal mit einer Fähre über die Donau gefahren. Immer wieder ein spannendes Erlebnis. Über den Jauerling kurvten wir weiter zur Burg Rapottenstein. Leider haben wir die letzte Führung verpasst. Die Burganlage ist aber auch von außen sehr beeindruckend. Zum Trost gab es dann gleich noch ein kleines Schotterstraßerl, vorbei beim Steinpilzpfad, bevor wir das Hotel in Ottenstein erreichten.

Ottenstein – Dobra – Wartberg – Heldenberg
Gut ausgeschlafen und bei strahlenden Sonnenschein setzten wir unsere Fahrt fort. Der Kampstausee und das Schloß Ottenstein lagen ja quasi direkt vor der Hotelhaustür. Eine schöne Fahrstrecke führte weiter entlang des Dobra-Stausees. Die Besichtigung der Ruine war zwar nicht eingeplant, hat sich aber zufällig ergeben.  Wenn es nämlich einen befahrbaren Schotterweg irgendwo in der Nähe gibt, den findet die BMW Adventuere – wie ein Trüffelschwein – gleich automatisch. Garmin wird da gar nicht mehr gefragt. Sie macht dann auch nicht halt beim Torbogen, sondern fährt einfach durch die Ruine Dobra durch. Auch so kann man Besichtigungstouren machen!

Zurück auf der Landstraße schlängelten wir uns durch die frühlingshafte Landschaft zur Kirche bei Wartberg und weiter zum Heldenberg. Wenn man schon da in der Gegend ist sollte man sich die Gedenkstätte (Klein Walhalla) für den Feldherrn Radetzky unbedingt anschauen. Wer dazu aber weniger Bock hat, kann das Oldtimer Museum besuchen. Da gibt es den einen oder anderen coolen Schlitten mit Format zu bewundern.

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Wir haben in den zwei Tagen so viel gesehen und sind so schöne Strecken gefahren, dass wir gar nicht alles hier berichten können. Der Beitrag würde sonst zu lange. Wir lassen die Bilder einfach für sich sprechen.

Ami & Pi

Tierischer Ritt …

Die Wetterfrösche haben sich geirrt. Passable Verhältnisse und angenehme Temperaturen haben uns das Pferd – besser gesagt unseren Bock – satteln lassen. Und auf ging´s wieder in die Bucklige Welt.

Über die Äußere Alm zur Oberen Einschicht, durch die Hölle zur Unteren Alm und über die Schotterstraße ins Thal. Achtung Ziege am Dach! Schäfchen zählen? Ochs und Esel – bunte Landschaft und wer unsern Blog aufmerksam verfolgt, hat letztens schon das glückliche Huhn kennen gelernt. Ein bisschen Exotik gefällig? Dann eben noch Damwild und kuschelige Alpakas.

Tierischer Ritt –  Und wo sind jetzt die Indianer?

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Warum in die Ferne schweifen, …

…denn das Gute liegt so nah!

Heute haben wir uns auf unsere Tour am 24. April vorbereitet. Da sind wir nämlich Tourguides für den Motorradclub. So ging es auf in die Bucklige Welt,  auf unsere sogenannte Heimstrecke, die wir den anderen Mitfahrern zeigen wollen.

Ausgangspunkt war „Der Reisinger“ in Neufeld an der Leitha. Dort starten wir auch am 24.  (10:00 Uhr). Das Restaurant bietet ein feines Frühstück und natürlich bekommt man beim Blick auf den See schon richtiges Urlaubsfeeling. Gestärkt ging´s dann, Buckl auf – Buckl ab bei 22 Grad, vorbei an Burgen und Wehrkirchen. Die Landschaft zeigt sich grad jetzt in zartem Frühlingsgrün. Weiße, gelbe und rosa Blütenwolken verdrängen die braunen Reste der Winterlandschaft.  Bis zu unserer Ausfahrt sind es noch ein paar Tage und dann werden wir die Gegend wieder mit einer ganz anderen Vegetation erleben. Spannend! Hier in dieser Landschaft hat man das Gefühl, dass die Zeit langsamer vergeht oder gar ein bisschen stehen geblieben ist. Aber dann doch wieder nicht, wenn überraschend mitten am Feld modernste Energietechnologie installiert ist. Mehr Details von der Strecke verraten wir aber heute noch nicht.

Aber als kleinen Vorgeschmack gibt es heute schon ein paar Impressionen, weil es da so schön ist. Vielleicht bekommt ja der eine oder andere Lust zum Mitfahren.

Schmankerltour

Diese Tour hat schon Tradition! Meist im Herbst kurvt der Motorrad Club „Bankers on Bike“ ins Weinviertel zum Pollak zum Brunch. Zügig schlängelten sich 9 Maschinen über Groß, Eggenburg, Siegmundsherberg, Riegersburg und so manch andere Ortschaft rauf nach Unterretzbach. Bemerkenswert, diesmal vier Sozias an Bord. Beim Motorradmuseum rauschten wir einfach so vorbei, damit sich der Schlänkerer ins Thayatal auch noch aus ging. Der Tisch im Wirtshaus war reserviert, also mussten wir pünktlich dort ankommen. Coole Tour hat sich der Helmut da wieder einfallen lassen. Das Essen war somit redlich verdient.

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So und nachdem das Buffet leer gefuttert war tourten wir mit vollem Bauch individuell oder in der Gruppe wieder zurück.

Fotostopps gab´s am Vormittag keine, daher haben wir das bei der Rückfahrt noch nachgeholt. Die Windmühle in Retz und der  Kalvarienberg sind tolle Fotomotive. Mein spezieller Freund New Garmin hat sich am Weg von Hardegg nach Pulkau noch ein paar kleine nette Wege einfallen lassen. Ich frag mich, ob er mich damit vielleicht versöhnlich stimmen will?  Und so schnell wie der Wind heute da oben im Waldviertel und Weinviertel fegte waren wir wieder zurück – diesmal in der Homebase Wien.