Mostviertel-Exploration x 4

Der April und der Mai waren bisher ja nicht besonders freundlich zu den Motorrad-FahrerInnen. Es ist uns in den letzten 6 Wochen nur 4x gelungen den Bock aus der Garage zu locken und trockenen Rades durch die Gegend zu kurven.

Tierkunde-Runde

Unser Hausberg ist der Hengstberg und dort haben wir gleich mit der ersten Spritztour begonnen. Meister Garmin überraschte erfreulicherweise mit einem wunderbaren Waldstrasserl. Die legale Befahrbarkeit konnte nicht wirklich geklärt werden, was im Nachhinein ja auch irrelevant ist. Und so landeten wir beim Nadlingerhof. Das Heimatmuseum war natürlich wegen der verlängerten Osterruhe zu, ebenso der Mostheurige. Mit dem „Strassenräuberknoten“ befestigten wir den Bock am Pferdeparkplatz und schauten uns um. Der Haushund begrüßte uns Schwanz wedelnd. Dann bestieg er wieder seinen Streitwagen und ließ sich durch die Gegend kutschieren, so ein fauler Hund. War aber eine witziger Anblick, der große Hund in dem kleinen Wagen! Ein paar Kilometer weiter bremsten wir uns noch bei einer Lama-Koppel ein. Ein ganz armes Schaf mit ziemlich verwachsenen vier Hörnern lag da in der Wiese. Oh wie arm, dachte ich. Der Schafbock ist sehr hässlich! Ich bin ja keine Zoologin, trotzdem hat mich dieses missgebildete Kreatur beschäftigt. Die Dr. Google-Befragung zuhause ergab erstaunlicherweise, dass es sich bei der gesehenen Spezies um ein Jakobsschaf gehandelt hat und das Konglomerat an Hörnern ist bei dem Tier normal. Wieder was dazu gelernt bei der beschaulichen Runde mit Tierkunde.

Bildstreck 1:

Der Mittelpunkt Europas

Rasenkanten hin oder her! Die nächste Pilgerfahrt mit dem Bock musste her. Es ging nicht an, dass die wenigen Sonnenstunden im April nur dem Garten gehörten. Gleich über die Feldwege hinter Sarling steuerten wir die kleine romanische Nikolauskirche an, die direkt auf der Pilgerstrecke nach Maria Taferl liegt. Vorbei am Schlösschen in Krumnussbaum streiften wir bei Melk einen Donauarm und bei Aggsbach ging es legal unbesfestigt rauf nach Nesselstauden. Es gibt sie ja doch, die kleinen erfreulichen Strassen-Überraschungen! Wir kurvten so dahin in der Frühlings-Landschaft und plötzlich waren wir beim Mittelpunkt Europas angekommen. Kalcha – Mittelpunkt Europas war da angeschrieben, Ortsschild und ein Bauernhof, sonst nix. Noch nie gehört, dass dieser bedeutende Punkt nur 14 km von unserer Homebase entfernt liegt. Auch diesmal wurde Dr. Google befragt, ob das stimmen kann, da diesen Titel mehrere Orte beanspruchen. Ich gehe mal davon aus, dass es sich in unserem Fall eher um eine touristische Kuriosität für den Mostbauern handelt, als um einen ernsthaft wissenschaftlich ermittelten Ort. Wenn es für‘s Geschäft dienlich ist warum nicht. Wir hatten auf alle Fälle wieder mal eine coole Entdeckungsrunde im Mostviertel gedreht.

Bildstrecke 2:

Der Wächter

Die Baumblüte im Mostviertel ist jeden Frühling ein Ereignis. Normalerweise stehen die Apfel- und Birnbäume mit ihrer Blütenpracht wie mit weißen Wolkenhauben in der Landschaft. Heuer war das alles etwas verhalten. Zu kalt, zu nass, zu windig. Nur zögerlich rollten die Bäume ihre Blütenblätter aus und der starke Wind fegte die zarten Birnenblüten gleich wieder weg. Wann heuer der richtige Zeitpunkt für dieses Blütenspektakel war, ich weiß es nicht. Nur so viel: Am 4. Mai war’s schon fast vorbei! Das war nämlich wieder einer der wenigen Sonnentage für eine Ausfahrt. Diesmal ging es wieder in Richtung Sonntagberg. Ein Tipp für alle, wenn ihr in der Gegend seid, fahrt zur Elisabeth-Warte. Der Fernblick von dort in Richtung Voralpen ist grandios.
Weiter auf der Panoramastraße lockte uns eine riesige rote Skulptur auf einem Hügel an. Landart erfahren, von unserem letzten Italienurlaub, wollten wir natürlich wissen, was das ist. Wir stiefelten rund herum und rätselten. Es handelt sich um den impossanten „Wächter des Mostviertels“, wie uns ein kleines Mädchen, das mit den Eltern in der Wiese saß, erklärte. Wow, sehr beeindruckend. Sicher hat er auch gewacht; über die heurige Blütenpracht! 🙂

Bildstrecke 3:

Die Gegend um Hollenstein

Wo‘s schön ist fährt man immer wieder gerne hin. Eine andere Straße für die Anreise, ein kleiner Schlenkerer, eine nicht geplante Abzweigung und schon ist es ein neues Erlebnis. Ich mag die Gegend um Hollenstein sehr gerne. Hier wird die Geschichte der Eisenstraße lebendig an vielen historischen Gebäuden, die teilweise auch schon renoviert wurden und die Straße säumen. Der Bach plätschert, die Felsen ragen hoch in den Himmel. Die Landschaft hat hier für mich etwas magisches. Kann es sein, weil meine Wurzel urgroßelterlicherseits hier in der Gegend sind? Ich kann es nicht sagen, was genau es ist. Aber es ist einfach schön hier.

Bildstraße 4:

Auf bald liebe Mitfahr-Gemeinde
Ami + Pi + der Bock

In der Zwischenzeit gönne ich mir ein Maxi King (ultimative Sünde)
In der Zwischenzeit gönne ich mir ein Maxi King (die ultimative Sünde)

5 Gedanken zu „Mostviertel-Exploration x 4

  1. Elisabeth

    Fein das ihr die Sonnenstunden nützt um Eure Hausberger näher kennenzulernen und doch auch immer wieder etwas neues findet! – Da kann ich mir ja einiges für einen Trip ins westliche NÖ vormerken! – Da hoffe ich wohl auf stabileres Sonnenwetter!

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  2. Bine

    Echt toll, was ihr immer wieder entdeckt – und was ich durch euch immer dazu lerne :-). Wünsche uns allen, dass das Wetter jetzt mal bisschen stabiler und schöner wird!

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