
Die letzten Tage bewegten wir uns im Süden vom Peloponnes und zwar umrundeten wir zwei der drei fingerartigen vom Meer umspülten Halbinseln in der Region Lakonien.
Die Landschaften waren atemberaubend schön. Die karge Landschaft hat eine speziellen Reiz. Auch wenn die Gegend dünn besiedelt ist, sind Spuren der weit zurückliegenden Vergangenheit überall vorhanden. Am südlichsten Punkt des europäischen Festlandes, am Kap Tainarios, befindet sich das Orakel des Poseidon. Es wird berichtet, dass man ein Geschenk dort lassen soll, um den Gott gnädig zu stimmen. Das habe ich natürlich gemacht. Weil man das Sanktuarium nicht betreten durfte, hab ich ein Pickerl an die Infosäule geklebt, hilft vielleicht auch. Schon bei der Hinfahrt pfiff uns ein starker Wind um die Helme. Die Spur zu halten war gar nicht so leicht.



Die Bauweise der Häuser in der Region Mani ist recht interessant. Zum Beispiel in Vathia sind noch etliche Wohntürme erhalten. Wie auch in anderen Ländern (in Italien San Gimigniano , Theth in Albanien) ging es oftmals um Familenfehden. Die Türme wurden Wehrbauten nachempfunden, um sich gegen äussere Feinde oder andere Clans verteidigen zu können. Reste von Wohntürmen sieht man häufig in der Landschaft. Interessant ist, dass bei neuen Bauten meist noch immer ein turmartiger Anbau zu finden ist. Die modernen Steinhäuser folgen der lokalen Bautradition und fügen sich gut in die Landschaft ein.


Immer wieder gab es tolle Ausblicke in menschenleere Buchten, auf kleine schwer zugängliche Strände und auf die Wellen am Meer. Ich konnte mich gar nicht satt sehen an den Schaumkronen und an den Farben es Meeres. Am liebsten wäre ich auf einem Bankerl sitzen geblieben und hätte endlos dem Treiben der Wellen zugesehen. Aber …
… das nächste Highlight war schon eingeplant – Monemvasia. Die alte Stadt liegt auf einem Felsen dem Festland vorgelagert. Lange galt die Festung als uneinnehmbar und war ein wichtiger Posten für den Seeweg von Konstantinopel nach Venedig. Ein Hin und Her zwischen den osmanischen und venezianischen Herrschaftsansprüchen ist an der Architektur noch ablesbar. Die Altstadt von Monemvasia am Felsen ist zwar für den Tourismus herausgeputzt, trotzdem sollte man eine Besichtigung nicht auslassen. Am liebsten hätte ich in dem kleinen Steinhaus am Meer (das letzte Foto in der Fotostrecke) die Nacht verbracht, aber leider war es schon vermietet. Ja, das Häuschen könnte man mieten. Egal, der Besuch von Monemvasia war einfach toll.
Pickup Update:
Die Pickup-Statistik ist natürlich nicht vollständig, weil nur jene gezählt wurden, die ich zufällig im Augenwinkel erblickt habe. Manchmal fuhr der Bock-Chef so schnell, dass ich gar Zeit hatte im weitern Umfeld Ausschau zu halten.

21.10.: 192 Pickups!!! 48 in rot.
22.10.: 177, in der ersten Stunde bereits 66 Stück gezählt!!
Wer zum Bier des Tages möchte muss hier klicken.
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