
Mit ein paar Tagen Verspätung, wegen dem Streik der Fährgesellschaften, rollten wir nach einer wenig entspannten Nacht um 7:00 Uhr morgens (lokale Zeit = in Österreich 6:00 Uhr) mit dem Bock in Heraklion von Bord. Nicht zu vergessen auch in Griechenland wurde die Zeit von Samstag auf Sonntag umgestellt.
Am Weg zur Lasithi-Hochebene tranken wir in einer kleinen Bäckerei irgendwo Kaffee und gönnten uns eine Pizzaecke zum Frühstück. Selten, dass wir so früh schon unterwegs waren. Die Landschaft war noch in eine dicke Nebeldecke gehüllt. Trotzdem ein paar der alten Windmühlen konnten wir sehen. Es war kühl. Die Sonne begann sich durchzukämpfen.





Und wir kämpften mit der Müdigkeit. Nach eine paar Pausen ging es besser. Sonne, Meer und Palmen erwarteten uns an unserem ersten Stützpunkt in Kreta am Surf Beach in Palekastro. Um diese Jahreszeit verirren sich, ausser Surfsportler, nicht mehr viele Gäste in diesen östlichen Winkel der Insel. Es gibt einige wenige wirklich kleine Orte und alles wirkt noch unberührt. Perfekt, genau, das was ich mir vorgestellt hatte. Am Meer sitzen den Wellen und den Surfern zuschauen, einen Drink in der Strandbar, die noch offen hatte, nehmen und sonst nichts tun.





Nachdem genug geschaut wurde, wurde der Bock für eine kleine Runde gestartet. Mal erkunden, was es sonst noch gibt in der näheren Umgebung und das war gar nicht so wenig. Wir besuchten das kleine Kloster Toplou aus dem 14. Jhdt.. Es ist bekannt für seine Ikonen-Sammlung und beherbergt eine der bedeutendsten Großikonen von 1770 der griechisch orthodoxen Kirche.
Die Insel ist reich an Buchten und Stränden. Am Weg zum Palmenstrand von Vai machten wir noch einen Stopp bei der dorischen Stadt Itanos aus dem 2. und 3. Jhdt v. Chr., einst eine bedeutende Hafenstadt, die mit Ägypten verbündet war. Nach einem Erdbeben 795 wurde die Stadt wieder aufgebaut. Im 15. Jhdt. verödete der Ort, weil die Einwohner von Seeräubern vertrieben wurden. Bei unserem Spaziergang durch die antike Stadt entdeckten wir große Zwiebelknollen in der Erde. Die Recherche ergab, dass es sich dabei um die weiße Meerzwiebel handelt. Spannend, noch nie gehört, noch nie gesehen. Achtung, die Pflanze ist hoch giftig!
Aber das war noch nicht alles auf unsere kleinen Rundfahrt. Wer erinnert sich noch an die Bounty-Werbung aus den 70er Jahren? Die wurde nämlich am Palmenstrand in Vai auf Kreta gedreht. Damals wurde der Strand von Hippies die aus Matala vom Westen der Insel kamen bevölkert. In den 70ern wurde der Ort dann zu einem beliebten Ort für Rucksacktouristen. Der Palmenstrand vergammelte, so dass die Behörden rigoros einschritten. Der Wald wurde eingezäunt. Heute ist der Palmenstrand von Vai ein touristischer Hotspot auf der Insel wegen seinem karibischen Flair. Der Palmenhain ist der größte natürliche Palmenwald Europas. An die 5000 kretische Dattelpalmen wachsen hier.
Noch ein bisschen Abendstimmung am Surf Beach und dann geht es weiter auf der Insel.

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