
Die Überfahrt von Kreta nach Piräus mit dem Sea-Jet-Boot war stürmisch aber kurzweilig, weil wir bei vielen Inseln auf der Strecke anlegten. In Athen angekommen wurde der Bock in der Hotelgarage eingeparkt und dort durfte es die nächsten zwei Tage bleiben.
Die Besichtigung von Athen hatten wir uns fix bei der Griechenlandreise vorgenommen. Bei der Fülle an Möglichkeiten war es gar nicht so einfach ein sehr reduziertes Programm für die Hauptstadt auszusuchen. Wir wollten Athen geniessen und keinen Rallye von Attraktion zu Attraktion machen. So entscheiden wir uns für die Akropolis und das Akropolis Museum, da ist man schon einen ganzen Tag beschäftigt. Am Syntagma-Platz begeisterte uns die Wachablöse der Evzonen beim Grabmal des unbekannten Soldaten. Vom Lykabettus aus liessen wir unsere Blicke über die Stadt schweifen, bevor wir in der Altstadt in der Plaka einfach nur dahin schlenderten, den griechischen Wein verkosteten und ein paar Souvenirs einkauften. Nach mehr war uns nicht. An einem Abend trafen wir liebe Freunde in einem Restaurant. Wir unterhielten uns so gut, dass wir es grade noch geschafft hatten, die letzte U-Bahn kurz nach Mitternacht zu erwischen.
Das muss ich noch erzählen. Was wir in Athen nicht erwartet hatten, eine Taverne von anno dazumal, gleich um die Ecke von unserem Hotel. Die Möbel waren so alt wie der Großvater, der in der kleinen Wirtsstube aufgestützt auf seine Stock bei einem ziemlich voll geräumten Bürotisch saß. Das ganze Lokal war schon etwas in die Jahre gekommen würde man sagen. Die Dekoration war ganzjahrestauglich, glitzernde Weihnachtssterne klebten an den Fensterscheiben und Faschingsgirlanden ringelten sich um die Familienfotos an den Wänden. Irgendwo auf einem Hocker versammelten sich verschiedene Figuren, Plastikblumen und Püppchen. Wir wurden überschwänglich herzlich von der Wirtin empfangen. Elena kam vor 45 Jahren aus Eritrea von Ostafrika der Liebe wegen nach Griechenland, deswegen ist sie jetzt da und sie ist happy. Nach dieser kurzen Lebensgeschichte wurden wir gleich in die angrenzende Küche geschickt, wo der Patron mit seiner fast weissen Schürze seine gut gefüllten Kochtöpfe präsentierte. Was sollen wir nehmen, es sah alles so verlockend aus und es duftete so köstlich. Natürlich haben wir zu viel ausgesucht. Es hat alles so gut geschmeckt. Ziemlich satt verliessen wir die Taverne. Unglaublich, was für ein Überraschung, dass es so was noch gibt.



Der Besuch in Athen war lässig entspannt. Ein paar Reisetage liegen noch vor uns, daher hieß es „Akropolis adieu“ wir müssen weiter ziehen.
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