Superhero für einen Tag

Moto-Austria

Schon wieder ist ein Jahr vorbei – moto-Austria – DIE Motorradmesse am heimischen Markt öffnete letztes Wochenende die Hallen in Wels (richtiger „Wös“, wie die Ortsansässigen zu sagen pflegen). Wie aus den Medien zu entnehmen war, kamen wieder über 44.000 BesucherInnen. Es wurden dafür einige Kilometer runter geradelt, um die heißen Eisen zu bewundern oder sich von preisgekrönten Stars der Branche ein Autogram zu holen.  Nach den Autokennzeichen zu urteilen, war ganz Österreich da sowie Vertreter der  grenznahen Nachbarschaft.

Motorrad fahren ist ein Hobby, dem viele frönen und die Zahl ist bekanntlich steigend. Ist es der Drang nach Freiheit und Abenteuer, der so viele Menschen auf die Maschinen steigen lässt, um aus der Enge des Alltags und aus dem Hamsterrad auszubrechen? Wird an Jugenderinnerungen festgehalten, wie man mit dem Mopperl durch die Gegend gegast ist? Fühlt man sich etwa jünger? Ich glaube die Begeisterung und Faszination Motorrad ist von allem ein bisschen was. Sieht man sich die Bikes an, wie sie so glitzern und funkeln mit dem vielen Chrom, den fetten Tanks und den utopischen Scheinwerfern,  so könnte man fast glauben ein Transformer steht vor einem. Und sitzt man erst selber auf so einem Motorrad, das womöglich weit entfernt ist von dem, was man sich leisten kann, so ist man für diesen Augenblick ein Superhero.  Vielleicht noch verkleidet in einem coolen bunten maßgefertigten Lederdress, Motorengeräusche und der Geruch von Benzindunst und schon ist die Verwandlung perfekt.

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Im „Wöser“ (Welser) Motorradhimmel war man buchstäblich ein Zeitreisender.

Bikes und Roller, ausgetretene Boots und durchgesessene Sitze, womöglich von der langen Fahrt nach Italien, versetzten die Besucher in das letzte Jahrhundert. Das Christophorus-Pickerl hatte alle Widrigkeiten abgewehrt. Ein nostalgischer Rückblick in eine Aera, als der Roller das einzige Transportmittel in so mancher Famile war. Alltagskleidung war damals die  einzige Ausrüstung, kein Helm – ein Kopftücherl und eine Kappe mußten reichen.  Und bei kühlerem Fahrtwind wurde einfach die Zeitung unter die Jacke gesteckt, quasi als probater Windstoper. Die Haudegen von damals haben die Entwicklungen von heute möglich gemacht und es geht rasant weiter.

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Bei der Unzahl von Motorradmarken und Modellen, muss für jeden was dabei sein. Angefangen beim Dreiradler, quasi eine Vespa für die ganz Kleinen und dem Minidirtbike für die Tens, schnittige Rennmaschinen und die Touren-Maschinen, alles war vertreten. Ein besonderer Magnet war wieder der Ural-Stand mit seinen verschiedenen Beiwägen. Sehr lustig! So schnell konnte ich gar nicht schauen, saß schon eine Fremdling in dem Wagen neben Pi. Scheinbar mangelte es dem Herrn an einem eigenen Fahrer.  Sehr geräumig, unheimlich robust und bequem sind diese Ural-Dinger. Das Modell von BMW kann da bei weitem nicht mithalten, auch wenn ich sonst ein BMW-Fan bin.

Probesitzen auf der Royal Enfield Himalaya gehört für mich schon fix zu so einem Messebesuch dazu. Die gefällt mit immer wieder und hätte für mich die richtige Passform. Ich glaub, diese Maschine wäre mein Favorit, wenn ich selber Fahren würde.

Der kleine Ausflug in die Beiwagen-Maschine und auf (m)ein Motorrad hat richtig Spass gemacht, aber keine Sorge: Sozia bleibt Sozia, so auch Renate Pichler.

#motorradmesse #motoaustria #sozia #pillionrider #motorrad

5 Gedanken zu „Superhero für einen Tag

  1. Elisabeth

    so eine Beiwagen kann auch das sein – für gemütliche Ausfahrten übers Land sicher auch ganz toll – nur ihr liebt ja wohl noch mehr offroad und da bleibt es wohl bei Sozia – mit Beiwagen wohl nicht ganz vorstellbar! – Wünsche Euch einen guten Saisonstart!

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    1. Sozia on Tour Autor

      Der Beiwagen ist nicht wirklich eine Option. Wäre sicher ein ganz anderes Fahrgefühl, außerdem sitzt Frau da so weit unten. Als Gepäckraum dafür wäre es vielleicht eine Idee. 😄🏍

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  2. VersyaVersya

    Sozia, bleibt Sozia….
    Ich finde das mutig und bewundernswert. Ich selbst würde mich nur im äußersten Notfall hinten auf ein Motorrad setzen, selbst wenn ich den Fahrer kenne.
    Dafür genieße ich es umso mehr, selber durch die Lande zu sausen,
    mein eigener Roadcaptain zu sein und die (Wahl der) Strecke für mich allein zu haben.
    Aber so ist sie, die Begeisterung für die Motorradwelt: Bunt und vielfältig. 🙂

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