Schnitzeljagd im Harz – zweiter Teil

Pässemarathon 2021

Ausgeschlafen ging es am nächsten Tag weiter zu den nächsten Pässemarathon-Zielen: Sonnenberg, Oker-Stausee und Hahnenklee.

Wir haben alles abgeklappert und sogar noch eine besondere Kirche entdeckt, die Stabkirche in Hahnenklee. Da fühlte man sich gleich wie in Norwegen. Hahnenklee dürfte eine innovative Gemeinde sein und lässt auch nichts aus, um Touristen anzulocken. So gibt es in dem Ort den „LiebesBankWeg“. Wie süss und romantisch!

Nun die Pässemarathon-Ziele im Harz waren erledigt, also konnten wir uns wieder den Besichtigungsmarathon-Zielen widmen. Nächster Punkt war unser Quartier das Hotel Palmenbad in Bad Wilhelmshöhe bei Kassel. Von dort aus war es nicht mehr weit zur Löwenburg, die ab 1793 im Bergpark Wilhelmshöhe errichtet wurde. Historisch gesehen ist die ruinenartig erbaute Burg oberhalb des Schlosses Wilhelmshöhe eines der ersten Gebäude im neugotischen Stil in Deutschland. Der Bergpark Wilhelmshöhe ist UNESCO-Weltkulturerbe. In dem 2,4 Quadratkilometer großem Areal beeindrucken nicht nur die Schlossanlage und die Löwenburg sondern die für Wasserspiele errichteten künstlichen Brunnenanlagen. Unglaublich beeindruckend ist die gigantische Brunnenkulisse mit der Herkules-Statue, die in der Sichtachse hinter dem Schloss an der höchsten Erhebung steht. Über 800 Stufen sind wir neben den Brunnentrassen hoch geklettert, der Ausblick hat sich gelohnt. Um nicht zu viele Leute – in Zeiten wie diesen mit Corona – anzulocken, waren die Wasseranlagen leider nicht in Betrieb. Es muss unglaublich beeindruckend sein, wenn überall Wasserfälle und Wasserkaskaden in die Brunnenbecken, über die Felslandschaften und Brücken runter fließen. Manchmal gibt es auch bunte Lichtinszenierungen haben wir erfahren.

Uns war die Weitläufigkeit der Parkanlage nicht bewusst. Nach einer festen dreistündigen Wanderung waren wir abends wieder zurück im Hotel Palmenbad. Das Hotel hat einen historischen Hintergrund. Das Haus war ursprünglich eine Gaststätte vis a vis vom 1893 erbautem ersten Hallenbad in Kassel. Das Bad wurde vom Fabrikanten Gustav Henkel gleich neben seinem Elektrizitätswerk errichtet. Angrenzend war ein Gewächshaus mit einem Palmengarten. Daher der Name – Palmenbad! Bemerkenswert ist, dass das Gewächshaus und das Bad mit der Abwärme des Kraftwerks beheizt wurde. Die berühmtesten Badegäste waren die Söhne von Kaiser Wilhelm II., wenn sie in der Sommerresidenz Schloss Wilhelmshöhe weilten. Das Bad wurde im 2. Weltkrieg zerstört, die Gaststätte hatte „überlebt“ und ist heue ein schickes modernes Stadthotel mit einem kleinen Restaurant. Sehr zu empfehlen.

Vom Harz ging es nach Cochem an der Mosel mit der mächtigen Burganlage. Leider machte uns der Regen immer wieder zu schaffen. Wir fürchteten, dass wir bald das Regenzeug gar nicht mehr ausziehen brauchen. Dennoch haben wir noch ein paar weniger bekannte Sehenswürdigkeiten angefahren. Wunderschön ist der Hl. Elisabeth-Renaissancebrunnen mitten im Nirgendwo mit seiner Quelle. Weit und breit nichts, nur Natur und der Brunnen. Bei Marburg sind wir zum Kaiser Wilhelm Turm hoch gefahren. Witzigerweise prangert an der Turmspitze eine herzförmige Installation aus Neonröhren – das Lichtkunstherz. Dieses wurde anlässlich des angenommenen Geburtstages (so genau weiß man das nicht) der Hl. Elisabeth am 7.7.1207 zur 800-Jahrfeier 2007 montiert. Auf einer Tafel ist eine Telefonnummer angegeben, wenn man dort anruft, bringt man das Herz in der Nacht zum Leuchten. Wie , keine Ahnung! Wir konnten es leider nicht ausprobieren, da wir um die Mittagszeit dort waren. Abends
gab´s schon ein paar Gläschen Moselwein in Cochem. Der Wein bringt vielleicht auch so manches zum Leuchten 🙂

#kassel #wilhelmshoehe # herkulesin kassel #bergparkkassel #palmenbad

Ein Gedanke zu „Schnitzeljagd im Harz – zweiter Teil

  1. Bine

    WOW – das bestärkt mich wieder in meinem Plan, eine Deutschland „Burgen und Schlösser-Tour“ zu machen!! Genießt euren Marathon und danke für die tollen Eindrücke!! Gute Weiterfahrt!

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