Team Furgone*

Exploring Sardinia Offroad-Tour 2021

Überaus wichtig bei so einer Adventure-Tour ist, dass es Begleitfahrzeuge gibt. Es kann immer war passieren und da ist rasche Hilfe gefragt. Valentin im Furgone* und Valentina im Jeep-Pick-Up waren die Heads of the Group.

Valentin, Valentina & Alessandro – Organisationsteam

Nun, wie schon bekannt bin ich am ersten Tag gleich nachmittags in den Furgone* umgestiegen. Valentin, der Fahrer, sprach auch fliessend Englisch. So war die Verständigung gesichert. Er kündigte mir gleich (scherzhalber) an, dass das Unterhaltungsprogramm bei im im Lieferwagen kostenpflichtig sei. Nun denn, den Aufpreis musste ich in Kauf nehmen. Valentina mit dem Jeep gab gleich zu erkennen, dass sie nur Italienisch spreche. Also entschied ich mich für´s Erste im Furgone mitzufahren. Coole Musik und groovigen Drive gab es am Weg zum Hotel, bis das Telefon klingelte und wir kurz davor umdrehen mussten, um zurück zum Treffpunkt von der Mittagspause zu fahren. Ein Motorrad hatte den Geist aufgegeben und musste geborgen werden. Speedig ging es retour. Die kleine Enduro-Maschine von Massimo wurde auf den Jeep geladen und eine Werkstatt in der Nähe des Hotels gesucht, welche die Reparatur noch am gleichen Abend erledigen konnte, damit es am nächsten Tag weiter gehen kann. Alles erledigt, der Furgone und der Jeep rollten am Parkplatz in Gonone ein.

Zweiter Tag – neues Glück.
Der Jeep musste ein anderes Motorrad von einer Werkstatt abholen, das am Vortag auch ein Problem mit der Schaltung hatte. Massimos Fahrzeug landete wieder im Furgone, weil es wieder bockte und sich keinen Meter bewegen wollte. In Orgosolo tat sich eine Werkstatt auf. Es schien, dass die das Problem beheben könnten. Gepäck ausladen aus dem Furgone, Massimos Enduro raus holen und schraub, schraub, mal sehen ob es funktionieren wird. Gepäck wieder rein in den Furgone. Nur nix auf der Straße bei der Werkstatt vergessen, das wäre blöd. Der Jeep wurde dringlich abbeordert zum Mittags-Treffpunkt. Mittlerweile war Pi abgängig. Er hatte die Gruppe verlassen und irrte irgendwo in der Gegend um Orgosolo herum. Schnell schickte ich ihm die Koordinaten, damit er das Rifugio direkt ansteuern konnte. Was würden wir ohne WhatsApp, Signal und SMS machen? Kontaktaufnahme mit dem Guide. Furgone und Jeep erreichten beladen das Rifugio. Alle Enduro-Fahrer sind schon da. Pi weiterhin abgängig. Plötzlich wurde er in der Ferne auf der anderen Seite des Stausees gesichtet. Die Schweizer Kollegen boten sich als Suchtrupp an. Das war dann doch nicht notwendig, da Pi bereits den Schotterweg ansteuerte. Die Richtung stimmte, Zieleinlauf im Rifugio gesichert. Uff! Aufatmen, ich machte mir schon Sorgen. Auf Garmin ist ja kein Verlass.
Am Abend gab es am Tennisplatz beim Hotel für alle, die neue Reifen brauchten, ein professionelles Serviceteam zum Reifenwechsel. Toll organisiert von Exploring Sardinia.

Dritter Tag – neues Glück
Massimos Maschine und Massimo wurde zum Dauerbegleiter im Team Furgone. Keine Chance seine Enduro wieder zu beleben. Ich war ja nur Halbtagesgast beim Begleitdienst. Robertos Maschine hat die Seitenverkleidung verloren, daher war offroad nicht mehr so ratsam, neuer Fahrgast auf und im Jeep. Noch zur Erklärung, wie die Begleitfahrzeuge funktionieren. Jeep-Pick-Up und Furgone fahren parallel auf der Straße zum Track. Wenn es irgendwo im Gelände ein Problem gibt, startet der Jeep ins Gelände und holt Maschine und Mann dort ab. Der Furgone wartet irgendwo und je nach Sachlage wird herumgeladen, was das Zeug hält, zur Werkstatt gefahren, zum Hotel gefahren, was auch immer nötig ist. Langsam wird es kompliziert mit den Plätzen in den Fahrzeugen für Mann und Maschinen. Im Fugone ist nämlich noch eine Ersatzmaschine für die Guides festgeschnallt. Ich fahre einfach mit Valentina mit. Ist für mich ja auch ein gutes Italienisch-Training.
Auch an dem Tag gab es beim Hotel den Reifenwechselservice. Super Organisation!

Vierter Tag – neues Glück
Es wird eng im Team Furgone. Didis Maschine will auch nicht mehr. Roberto beschliesst seine Maschine notdürftig zu reparieren, damit er wenigstens auf der Straße zum Hotel fahren kann und Platz für eine weiteres Motorrad am Jeep ist. Es gelang ihm. Er steckte ein Kabel irgendwo auf der Seite in die Eingeweide seiner Enduro, ein Funke und schon startete der Motor. Aber das Problem war jetzt, dass wir keinen Fahrer für den Furgone hatten, denn Valentin war mit dem Jeep unterwegs. Wenn wir auf ihn hätten warten müssen, hätten wir ganz viel Zeit verloren. Massimo wurde als Fahrer für den Furgone aktiviert, immerhin hatte er vor Jahren schon ein Mal ein Wohnmobil gesteuert. Roberto hielt sich im Windschatten des Furgone, damit wir ihn bei eventuellen Problemen noch aufnehmen hätten können. Mit den Sitzplätzen wäre es zwar etwas eng geworden, aber wo ein Wille, da auch ein Weg. Alle geborgen. Zwei Maschinen am Jeep. Roberto knatterte mit seiner geflickten Enduro in die Hoteleinfahrt. Ein paar Reifen wurden noch in der Nacht gecheckt. Alles super!

Fünfter Tag – neues Glück
Roberto startete mit der intakten Maschine von Andrea, der sich leider eine Rippe angeknackst hatte, ins Gelände. Sein ramponiertes Gefährt landete wieder am Jeep. Mit Didis Maschine, festgeschnallt auch am Jeep, wurde der Servicedienst in Alghero angefahren. Es konnte nicht viel sein. Der Fachmann hatte das Problem gleich erkannt und behoben. Die Maschine wurde frei gelassen und Didi konnte mit den anderen die Tour fort setzen. Also eine Menge Rochaden, dass man da nur nicht durcheinander kommt. Ich glaube ich kenne jetzt ziemlich alle Werkstätten in Sardinien. Gott sei Dank haben Valentin und Valentina den Überblick behalten, wer und wessen Fahrzeug wann und wo war. Zum Abschluss wurde die Ersatzmaschine der Guides auch noch benötigt, weil sich Alessandro auf den letzten Kilometern noch einen platten Reifen eingefahren hatte. Also es war ziemlich turbulent aber auch urlustig beim Team Furgone. Danke Valentina & Valentin & Massimo (er war ja quasi unfreiwillig vom ersten Tag an im Furgone oder Jeep unterwegs).

*Furgone ist das italienische Wort für Van oder Lieferwagen.

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2 Gedanken zu „Team Furgone*

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