Backcountry and Seaside

Good luck

Heute hat kein Wecker geklingelt, weil heute war Ruhetag! Spass, natürlich nicht, denn der Bock wollte Backcountry-Luft schnuppern. Die kleinen einspurigen Landstraßen ziehen sich in Wellen durch die Landschaft. Auf und ab schipperten wir durch die Gegend. Ardfern mit dem Gally of Lorn Inn war ein perfekter Ausgangspunkt für Ausflüge.

Backcountry

Entlang vom Loch Awe ging es zum Kilchum Castle. Gut getarnt der Zugang zu dieser Festung! So entschieden wir uns nicht lange herum zu suchen und stapften über das Moor direkt von der Straße zum Lookout. Colin Campbell von Glenorchy errichtete hier 1420 den ersten Wohnturm. Wie so üblich im Laufe der Geschichte, Kämpfe, wechselnde Besitzer und Katastrophen haben der Burg zugesetzt. Dennoch bot sich uns ein geniales Postkartenpanorama.

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Die Runde um das Loch Awe führte uns auch an der St. Conan Kirk vorbei. Nicht wie ursprünglich geglaubt, dass es sich  um eine Abtei handelt, die mit dem Leben und Wirken des Hl.Conan zu tun hätte, ist der Bau ein eklektizistisches Mischmasch von Stilen und wurde erst um 1930 fertig gestellt. Bekanntlich errichtete der  Nicht-Architekt Walter Douglas Campbell die Kirche für seine Mutter gegen Ende des 19. Jahrhunderts, damit sie nicht so weit zur Messe gehen musste. Gotik oder doch nur Neugotik – egal – der Bau überzeugt mit seiner romantischen Ausstrahlung und der wunderschönen Lage am Loch.

Aber eins geht noch, das Stalker Castle! Es handelt sich hier um ein Tower House auf einer kleinen Gezeiteninsel im Loch Laich. Die Burg ist mit dem Boot erreichbar (vorausgesetzt man hat eines) oder bei Ebbe auch per pedes. Wenn man da nicht schnell genug geht, ist der Rückweg zum Festland rasch abgeschnitten. Die Flut rauscht ziemlich schnell in die Fjorde rein.

Eine interessante Brücke haben wir noch entdeckt – The Bridge Over the Atlantic (Calchanbridge). Der Name ist etwas irreführend. Die Steinbrücke wurde 1792 eröffnet und ist heute noch in Verwendung. Somit ist das eine der ältesten Verbindungsbrücken zwischen dem Festland und einer Insel in Westeuropa.

Na, für einen Ruhetag ganz schön viel unternommen. Kein Wunder, dass dann der Magen mit Köstlichkeiten gefüllt werden musste.

Seaside

Noch ein Ruhetag, fein, endlich ausschlafen! Falsch, geraten, einen Ausflug so richtig ans Meer sollte es werden. Badehose brauchten wir bei den schottischen Temperaturen zwar nicht einpacken, aber vielleicht kommt ja die Sonne durch. Es regnete nämlich „cats and dogs“ wie der Engländer zu sagen pflegt. Nur nicht die Hoffnung aufgeben, wir sind ja in Schottland. Um 11:00 konnte endlich der Motor angelassen werden. Wir schipperten los in Richtung Mull of Kintyre, wo man bei guter Sicht schon auf Irland rüber sehen kann, bis runter zur südlichsten Spitze – Southhead. Auch wenn gelegentlich ein Regentropfen an das Helmvisir klopfte, seht euch die Fotos an, was für einen prächtigen Tag am Meer wir hatten.

#schottland #scotland #makelifearide #motorradfahren

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